BÜCHERBÖRSE

Film-Flops des Jahres 2011

I Am Number Four  c Dreamworks II Dirstribution CoSilvester naht, und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Deshalb wird UNIMAG versuchen, die Top Kinofilme dieses Jahres Revue passieren zu lassen. Da sich 2011 aber vor allem durch seine grottenschlechten Blockbuster auszeichnete, wird es somit zwei Listen geben. Zuerst präsentieren wir euch die Flops des Kinos im letzten Jahr. Und man muss dazusagen, diese Liste könnte noch ewig weitergehen. 

Der zoowrter c Sony Pictures Home Entertainment#10 Der Zoowärter
Nach “Nachts im Museum”, kam ein weiterer Streifen in die Kinos, in dem es tierisch zur Sache ging. Slapstickhumor vom feinsten, das erhofft man sich, wenn man an „Der Zoowärter“ denkt. Leider macht sich Kevin James auch in diesem Film wieder zum Affen. Der Schauspieler wird wohl immer der übergewichtige Paketauslieferer Doug bleiben, als den wir ihn kennen. Wer sich gern fremdschämt ist damit natürlich gut beraten. Doch wann wird Hollywood endlich klar werden, dass witzige Filme mehr brauchen als ein paar derbe Schenkelklopfer? 

Der letzte Tempelritter c Universal Studios# 9 Der letzte Templeritter
Nicolas Cage schafft es auch dieses Jahr wieder, das Kinopublikum mit einem unglaublich miesen Film zu langweilen. In diesem Fall spielt er einen mittelalterlichen Kreuzritter, der den Auftrag bekommt, eine mutmaßliche Hexe zu ihrem Scheiterhaufen zu führen. Dies wird eine lange gefährliche Reise, durch das, von Pest gebeutelten Mittelalter Europas. Es kann behauptet werden, dass Regisseur Dominic Sena nicht gerade ein geschichtliches Epos gelungen ist. Er bedient sich allen gängigen Klischees zum Thema Mittelalter, die sich in der Filmgeschichte finden lassen. Somit kam ein wirrer Fantasyfilm heraus, der den noch verwirrter wirkenden Cage in der Hauptrolle zeigt.

Red Riding hood c Warner bros.entertainment.GmbH# 8 Red Riding Hood
Amanda Seyfried gab sich bei “Red Riding Hood” für eine Märchenverfilmung her, die komplett in die Hose ging. Mit Rotkäppchen hat das Märchen nun wirklich nichts mehr zu tun. Die einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass Valerie, das Rotkäppchen, einen roten Umhang trägt. Warum weiß niemand, den der Rest der Schauspieler ist in Erdfarben gekleidet. Die Männer tragen tubenweise Gel in ihren Haaren, und die Frauen kunstvolle Flechtfrisuren. Ganz wie es das Bauernvolk im Mittelalter tat, oder? Von Authentizität und Faktentreue kann nicht die Rede sein. Außerdem hat man bei der Kulisse Angst, dass die Pappaufsteller, auch Bäume genannt, in jedem Moment umknicken würden. 

Green Lantern c Warner Bros.Entertainment Inc#7 Green Lantern
Unsere Liste der Flops 2011 schafft es nun zu der ersten Superheldenverfilmung, „Green Lantern“. Da bekommt man doch ein bisschen das Gefühl, dass Hollywood nur mehr auf Verfilmung von kleinen bunten Heftchen setzt, da Vorgänger gezeigt haben, dass diese äußerst lukrativ sein können. Für das Warner Bros. Studio, dass in diesem Jahr seine Cashcow „Harr Potter“ verloren hat, kann der Film über den grünen Superhelden wohl nicht die finanzielle Rettung sein. Auch der nett anzusehenden Ryan Reynolds, kann „Green Lantern“ nicht aus der Versenkung befreien. Der Film wirkt lieblos und unlebendig inszeniert. Als Zuschauer fühlt man sich bei diesem Film im Kino regelrecht verarscht, denn er wurde nur herausgebracht, um den Kinobesuchern eine Menge Geld abzunehmen. 

Captain America c Paramount Pictures#6 Captain America
Die nächste Superheldenverfilmung „Captain America“, steht dem vorigen Film „Green Lantern“ um nichts nach. Nein, er übertrifft ihn sogar noch, denn selten hat Hollywood, auf Grundlage eines Comicheftes, einen so langweiligen und uninspirierten Film herausgebracht. Hauptsache alles explodiert und Trümmer fliegen durch die Luft, mehr an Inhalt kann man bei diesem Film auch nicht finden. Die Filmindustrie sollte sich lieber ein Beispiel an genial gelungen Comicverfilmungen wie, Christopher Nolans „The Dark Knight“, nehmen. Die Geschichte ist albern und von fehlgeleitetem Patriotismus dominiert. Zu viel darf man sich also nicht erwarten, wenn man auf „Captain America“ in den DVD-Regalen stößt. 

I Am Number Four  c Dreamworks II Dirstribution Co# 5 I am Number four
In „I am Number four“ vereinen sich High School Dramen, Außenseiterproblematik, Actionszenen und Aliens. So verworren dieser Mix kling, genauso kann man sich auch den Film vorstellen. Newcomer Alex Pettyfer, hat eine Bandbreite von ganzen zwei Gesichtsausdrücken auf Lager. Und auch seine hübsche Freundin, gespielt von Diana Agron, hilft dabei nicht, sie ist eher eine Randerscheinung und bekommt nur wenig Sprechzeit. Natürlich wird der Protagonist noch von einem Möchtegern Blade gejagt, der mit Glatze und schwarzen Sado-Maso Ledermantel langsam durch Karibiksand stampft. Die Vorlage zu „I am Number four“ mag ein gelungenes Buch sein, doch die filmische Umsetzung spricht wirklich nicht für sich selbst. 

Beastly c CBS Films# 4 Beastly
Es war nicht anders zu erwarten, die nächste Verfilmung eines Klassikers fand seinen Platz in der Liste der miesesten Filme 2011. Dabei wird „Die Schöne und das Biest“ in die heutige Zeit versetzt, mit einer der Olsen-Schwestern als böse Hexe. Vanessa Hudgens, die es geschafft hat, in der Liste der guten, wie auch der schlechten Filme aufzutauchen, versucht in „Beastly“ einem jungen Mann, der durch einen Zauber entstellt wurde, wieder ins Leben zu helfen. Im Gegensatz zu seiner Gefährtin in „Beastly“ wurde dem gute Alex Pettyfer die Ehre zuteil, bei den schlechtesten Filmen 2011, gleich eine doppelte Nennung abzustauben. Auch als unfreundliches und verschlossenes Biest macht er keine besonders gute Figur. Vielleicht wird’s doch nicht so schnell etwas mit der großen Schauspielkarriere. Einziger Lichtblick bei „Beastly“, Neil Patrick Harris, auch als Barney in „How I met your mother“ bekannt, bekam eine Nebenrolle.

Fast Five c Universal Studios# 3 Fast Five - Fast and Furious 5
Als reichen vier Teile der stupiden Autorennsaga nicht, so bescheren uns die Universal Studios in diesem Jahr noch einen weiteren hirnrissigen Film, indem komisch lackierte Karren durch die Gegen rasen und Vin Diesel wie ein Betonklotz da steht und durch die Gegend glotzt, vorzugsweise dieses Mal mit Schrotflinte in der Hand. Darauf hätte die Welt wirklich verzichten können. Aber wer weiß, vielleicht war das noch gar nicht das Ende von diesem Schmarren. 

Transformers c Paramount Pictures# 2 Transformers: Dark of the Moon
Man kennt die Filme bereits, Roboter die sich in Autos verwandeln können, tragen ihren nie endenden Krieg auf der Erde aus und drohen ständig, die Menschheit zu vernichten. Mitten drin Steven Spielbergs Schützling Shia LaBeouf. An seine Seite, wird ihm in Teil drei der Filmreihe aber nicht mehr die kratzbürstige Megan Fox gestellt, sondern Modepüppchen Rosie Huntington-Whiteley. Ob sie eine Alternative zu Fox ist, darüber lässt sich streiten. Klar ist aber, dass die liebe Rosie besser beim Modeln bleiben sollte, denn sie wirkt wie eine sehr hübsche, aber hohle Nuss. Das Transformers-Franchise ist so erfolgreich, dass 2014 der vierte Teil in die Kinos kommen wird. Na Juhu!

breaking dawn c Concorde Filmverleih GmbH# 1 Breaking Dawn
Höhepunkt des grausigen Filmjahres 2011 war mit Abstand das Vampirepos „Breaking Dawn – Bis zum Ende der Nacht“. Bella und Edward geben sich im vierten Teil der Saga nun endlich das Jawort. Außerdem bekommen sie ein kleines Vampirbalg, das aufgrund seiner unmenschlichen Kräfte die arme, nun anorexische Bella tötet. Da hat Bella alle Hände voll zu tun, und so schwere Probleme wie, wen sie lieber küssen möchte, den Vampir oder den Werwolf, sind Geschichte. Wer nun hofft, dass der Wahnsinn um Bella und Edward endlich ein Ende findet, der liegt völlig falsch. Ende 2012 wird erst der letzte Teil der Twilight-Saga anlaufen. Wie bei „Harry Potter“ wurde auch der letzte Teil von Twilight in zwei Filme aufgeteilt. Hoffentlich bleibt es auch bei diesem letzten Teil.

Christina Schügerl

Christina Schügerl | Redakteurin

christina.schuegerl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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