BÜCHERBÖRSE

Oscars 2013 – Bester animierter Film

  • geschrieben von Michael Leitner & Christina Schügerl
  • Drucken
  • eMail
Frankenweenie Bild: Disney
Frankenweenie

Am 24. Februar 2013 ist es so weit, zum 85. Mal werden die Oscars verliehen. Die Filmredakteure Christina und Michi stellen euch die wichtigsten Kategorien mit den dazugehörigen Nominierten und ihren Tipps vor. Den Anfang macht die Kategorie „Bester animierter Film“.

Interessant an der Kategorie „Bester animierter Film“ ist die Tatsache, dass es die einzige Kategorie ist, in der fast nur Mainstream-Filme nominiert sind. Das liegt vor allem daran, dass animierte Filme oft nur von großen Studios raus gebracht werden, da die Produktion dieser Filme sehr aufwendig ist und in jedem animierten Film unglaublich viel Arbeit steckt. Zwei Nominierte genießen Außenseiterstatus, aber die drei anderen sind absolut im Rennen.

Frankenweenie

Im Gegensatz zu animierten Filmen wie „Brave“ oder „Wreck-It Ralph“ ist „Frankenweenie“ mit der Stop-Motion Technik in 3D gedreht. Gerade hierbei ist die 3D Kamera großartig einsetzbar, da die gefilmten Figuren ja auch wirklich dreidimensional sind. Stop-Motion scheint auch viel Zukunft im Bereich das Animationsfilms zu haben, das hat auch die Academy erkannt, und nominierte gleich drei Filme dieser Art für einen Oscar. Da bei „Frankenweenie“ ein Pionier der Stop-Motion Technik, Tim Burton, am Werk war, kann das sicher ein Vorteil für den Film sein. In dem Film von Burton steckt sicher einiges an Herz, kommerziell war er jedoch nicht erfolgreich. Das ist bei den Oscars zwar eigentlich kein Problem, doch es wäre trotzdem überraschend, würde Burton mit der Auszeichnung nach Hause gehen.

Merida – Legende der Highlands

Der Film „Merida“, der sich um die junge Merida dreht, die die Nase voll hat vom schnöden Prinzessinnendasein, und lieber eine Heldin wäre, ist aus dem Hause Pixar. Schon mit „Wall E“, „Oben“ und „Toy Story 3“ konnte Pixar große Erfolge in dieser Oscar-Kategorie erreichen. Doch „Brave“ hat es bis jetzt nicht ganz geschafft, an den Ruhm dieser Filme heranzukommen. Obwohl der Film liebevoll animiert wurde, schaffte er irgendwie nicht ganz den Sprung zum Publikumsliebling. Zwar bekam der Film den Golden Globe und Pixar scheint zwar mit „Merida“ ein starker Konkurrent in dieser Kategorie zu sein, doch sicher ist es keinesfalls, dass es auch dieses Jahr wieder einen Oscar für das Studio geben wird.

ParaNorman

„ParaNorman“ hat im Vorfeld zu den Oscars nicht weniger als 13 Kritiker-Awards abgeräumt, und das aus guten Grund. Hinter der Fassade eines Fantasy-Kinderfilms mit Hexe, Geistern und Zombies versteckt sich überraschend substantielle Gesellschaftskritik sowie eine selten so sinnvoll gestaltete Aufarbeitung des leidigen Mobbing-Themas. Der erste Goldjunge für das Laika-Studio ist definitiv in Reichweite, doch wird es für „ParaNorman“ nicht leicht, sich gegen die Konkurrenz aus den größeren Filmfabriken durchzusetzen.

Die Piraten! Ein Haufen merkwürdiger Typen

Dieser Stop-Motion Film ist nicht ganz so stark wie seine Konkurrenten in dieser Kategorie. Es mag sein, das die Nominierung für den Oscar auch vom guten Ruf des Studios des Filmes kam. Zwar sind die Sets des Films wirklich sehr detailverliebt gestaltet, doch der Story fehlt einfach das gewisse Etwas, um den Film zu etwas ganz Besondern machen zu können. „Die Piraten!“ haben in dem Rennen um die goldene Statue eher eine Außenseiterposition. Es wäre eine große Überraschung, wenn der Film als Gewinner hervorgeht.

Wreck-It Ralph

Dass Rich Moore’s Disney-Film „Wreck-It Ralph“ als bester Animationsfilm ausgezeichnet wird, ist eine Prognose, die in mehrfacher Hinsicht viel Sinn ergibt. In Sachen Originalität und Prämisse ist die Geschichte über einen Spielhallen-Bösewicht, der in einer Identitätskrise steckt, in dieser Kategorie konkurrenzlos. Zwar mag es enttäuschen, dass die Story am Ende einen leichten Ausweg aus ihren Konflikten nimmt, doch wenn man einem Film nur vorwerfen kann, dass er hätte besser sein können, ist dies ein gutes Zeichen. Zur offensichtlichen Qualität von „Wreck-It Ralph“ kommen fünf Preise bei den Annie Awards hinzu, die den Film in eine gute Position bringen.

Christinas Tipp:
Gewinner-Film: ParaNorman (Alternativ: Wreck-It Ralph)
Wunsch-Film: Frankenweenie

Michis Tipp:
Gewinner-Film: Wreck-It Ralph (Alternativ: Merida)
Wunsch-Film: ParaNorman

 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook