TRAINEEPROGRAMME

World Press Photo 2013

Das Pressefoto des Jahres 2012 (c) Paul Hansen, Schweden, Dagens Nyheter
Das Pressefoto des Jahres 2012

Das Fotomuseum WestLicht zeigt vom 06.09. bis 13.10. die preisgekrönten Pressefotos des vergangenen Jahres. Die gezeigten Einzelaufnahmen und Fotoserien aus den unterschiedlichsten Bereichen berühren, erschüttern oder bezaubern einfach nur.

Bereits zum 12. Mal lässt das Fotomuseum WestLicht die ausgewählten Einzelaufnahmen und Fotoserien des vergangenen Jahres als Ikonen der Zeitgeschichte Revue passieren und zeigt auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Sport, Kultur, Umwelt und Wissenschaft.

Nach den Richtlinien von World Press Photo müssen die Fotos des Jahres von „großer fotojournalistischer Bedeutung“ sein und sich durch „außerordentliche Qualität der visuellen Perzeption und Kreativität“ auszeichnen. Wesentliche Kriterien sind demnach neben dem Nachrichtenwert eines Bildes die spezifische Wahrnehmung und Herangehensweise der Fotografen und Fotografinnen.

Das Pressefoto des Jahres stammt vom Paul Hansen. Es ist ein Bild, das man nicht mehr vergisst!  urteilte die Jury. Es zeigt eine Gruppe von Männern zwischen Wut und Trauer, die auf ihren Händen die in Tücher gewickelten Leichen zweier Kinder tragen. Der schwedische Fotograf Paul Hansen hat diese Szene am 20. November 2012 in Gaza Stadt aufgenommen. Die Männer mit den toten Kindern sind zu einer Begräbniszeremonie in die Moschee unterwegs, dahinter, auf einer Bahre, wird der Leichnam des Vaters getragen, der so wie seine Söhne starb, als bei einem israelischen Raketenangriff das Haus der Familie zerstört wurde.

So erzählt auch die beeindruckende Fotoserie des Dänen Jan Grarup – Gewinner in der Kategorie Sport Feature Fotoserien – ein Stück Weltgeschehen des Jahres 2012. Sie wirft einen ungewöhnlichen Blick auf das Leben im seit Jahrzehnten vom blutigen Bürgerkrieg gebeutelten Somalia. Grarup zeigt die Spielerinnen der somalischen Frauenbasketball-Nationalmannschaft in Mogadischu. Obwohl die von der UNO unterstütze somalische Regierung die Kontrolle über die Stadt wieder erlangt hat, sind immer noch der Al-Qaida nahestehende militante Gruppen in Mogadischu aktiv. Laut den Gesetzen der Scharia ist Frauen Sport verboten. Als Strafe drohen etwa das Abschneiden der rechten Hand oder des linken Fußes. Doch trotz dieser Gefahren, trotz Morddrohungen und Repressionen spielen die Frauen weiter. Jan Grarup wird am 6. September, 19 Uhr, im Fotomuseum WestLicht in einem Vortrag von seiner Arbeit berichten.

Wir verlosen 2x2 Tickets für die Ausstellung!

WestLicht. Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40
1070 Wien
www.westlicht.com

Täglich 11 – 19h
Donnerstag 11 – 21h

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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