BÜCHERBÖRSE

Im August geht es einmal um die Welt

Das Weltmuseum am Heldenplatz (c) Weltmuseum Wien
Das Weltmuseum am Heldenplatz

Für nur sechs Euro öffnet das Weltmuseum Wien im August seine Pforten. Interessierte werden in die Welt der südostasiatischen Tanzkunst entführt und können darüber hinaus den Federkopfschmuck der Azteken bestaunen.

Im heißen August kann man in den altehrwürdigen Gemäuern des Weltmuseum Wiens am Heldenplatz eine kulturelle und vor allem internationale Abkühlung finden. Seit 17. April dieses Jahres tritt das vormalige Völkerkundemuseum offiziell mit neuem Logo, neuem Corporate Design und neuem Namen auf. Nächste Schritte der Umgestaltung sind bereits geplant. Im Herbst soll die Entscheidung über den ausführenden Museumsarchitekten fallen. Die endgültige Neueröffnung ist Ende 2016 vorgesehen. Zurzeit lassen sich neben der permanenten Präsentation des altmexikanischen Federkopfschmuckes und der ebenfalls permanenten Schausammlung „Götterbilder“ die Ausstellungen „Jenseits von Amazonien“ , „Getanzte Schöpfung“ und „Java tanzt“ betrachten.

Der prachtvolle Penacho

Der weltberühmte Penacho, der altmexikanische Federkopfschmuck, ist seit November 2012 - nach 10 Jahren im Depot und zweijähriger Restaurierungsphase – in einer eigens dafür angefertigten Vitrine im Erdgeschoß des Weltmuseums zu bestaunen. Der grün- und blaufärbige Kopfschmuck ist weltweit der Letzte seiner Art und lässt sich in seinen Dimensionen kaum beschreiben.  Außer dem Penacho waren aber auch andere Federarbeiten bei Völkern wie den Azteken oder Tarasken sehr geschätzt. Sie dienten als Rangabzeichen für Fürsten, Könige und Würdenträger. Neben dem restaurierten Federkopfschmuck ist auch ein Quetzalvogel ausgestellt, dessen Schwanzfedern gerne für die Anfertigung des Kopfschmuckes verwendet wurden.

„Getanzte Schöpfung“

Im Gegensatz zu unseren Breitengraden ist in Asien der Tanz ein wesentlicher Bestandteil des religiösen Lebens. Geprägt von Stilvielfalt und Facettenreichtum verschmelzen hier Mythologie und Moderne. Bei der Ausstellung, die noch bis 30. September dieses Jahres zu sehen ist,  fungierten asiatische Künstler sozusagen als Ko-Kuratoren. Von Tanzmasken über Kostüme bis hin zu Marionettenpuppen lassen sich einige fremd anmutende, fernöstliche Exponate interaktiv erleben. Oder habt ihr etwa eine Vorstellung davon, wie die traditionellen indischen Instrumente Esraj oder Nadesvara Vina aussehen?

In Kooperation mit dem ImPulsTanz gibt es auch eine Performance-Reihe, außerdem werden Spezialführungen, Vorträge und Workshops angeboten. Darüber hinaus ist jeden Sonntag um 10:30 Uhr eine Tanzperformance zu sehen. Nähere Informationen dazu findet ihr im Internet.

„Java tanzt“

Auch diese Ausstellung rund um den javanischen Tanz entführt in eine fremde Welt. Neben Kostümen, Zeugnissen von Tanztheateraufführungen an javanischen Höfen, Musikinstrumenten und Tanzmasken lassen sich hier  unter anderem Fragmente von Friesen betrachten, wie beispielsweise jenes aus Kambodscha aus dem  10. Jahrhundert.

Falls euch also das Baden schon zu langweilig ist, kann das Museum eine gute, kulturelle Abwechslung sein. UNIMAG wünscht euch viel Spaß bei der Besichtigung!

Weitere Informationen:

Öffnungszeiten: täglich außer DI, 10:00-18:00 Uhr
Eintritt: 6 € im August (normal 8 €; Studierende bis 27 ebenfalls 6 €)
Neue BurgHeldenplatz, 1010 Wien

www.weltmuseumwien.at

Jutta Zegermacher

Jutta Zegermacher | Redakteurin

jutta.zegermacher (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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