BÜCHERBÖRSE

Ausstellung: Philipp Schuster - A Skateboarder's Romance

Maximilian Thienen | Action Wien 2011 (c) Philipp Schuster
Maximilian Thienen | Action Wien 2011

Philipp Schuster (geb. 1984) hat sich als Skateboarder international einen Namen gemacht. Seine Ambition, das spezielle Lebensgefühl festzuhalten, das mit seiner Sportart, dem Street- und D.I.Y. (Do it Yourself)-Skateboarding verbunden ist, brachte den Wiener zur Fotografie: „Der Anspruch dieser Arbeit ist es, das subtile Wesen der D.I.Y.-Skateboarding Bewegung herauszuarbeiten und mit einer leicht romantisierenden Note meine eigene Lebensphilosophie vorzustellen“, meint Philipp Schuster dazu. So prägt er diese Kultur nicht nur als aktiver Profi, sondern, seit über zehn Jahren hinter der Kamera tätig, auch als Fotograf und Magazinherausgeber.

A Skateboarder's Romance

Schusters Anliegen ist es, mit dem Medium der Fotografie die Lebenseinstellung des Skateboardens zu thematisieren. „Als Skateboarder nimmt man die Gelegenheiten wahr und gestaltet in Eigenregie neue Strukturen“, so Schuster. Dieser D.I.Y.-Ansatz ist in der Szene tief verwurzelt und Ausdruck einer Gemeinschaft, die auch vor größeren Herausforderungen nicht zurückschreckt. In einem Wiener Wohnhaus aus der Zeit der Jahrhundertwende realisierte eine Gruppe von Skatern – darunter Philipp Schuster – eine große Vision: Nach eigenem Entwurf bauten die Freunde unter härtesten Bedingungen ein Skate-Bowl in das Kellergewölbe des Gebäudes. Gemeinsam investierten sie fast ein Jahr, um ihre kühnen Träume realisieren zu können. Schuster begleitete das Projekt über den gesamten Entstehungszeitraum mit seiner Kamera und so entstand eine umfassende fotografische Werkgruppe, die über den dokumentarischen Charakter weit hinausgeht. Sie spiegelt nicht nur den Geist dieser Unternehmung, sondern auch den einer ganzen Community wieder. Neben diesem Projekt – das erstmals ausgestellt wird – sind Action-Fotos und Videos aus der Welt des Skateboardens zu sehen, die Schuster in den letzten Jahren aufgenommen hat. Eine Skate-Rampe, die vorerst als Skulptur den Ausstellungsraum strukturiert, kann am letzten Ausstellungstag befahren werden.

Über seine Herangehensweise als Fotograf sagt Schuster: „Fotografie kann eine sehr aggressive Art sein, sich diese Welt anzueignen. Dem möchte ich entgegenhalten: Ich muss mit meinen Motiven ein tiefes Einverständnis haben, dann erst kann ich den Auslöser drücken. Diese stille Intimität ist mir außerordentlich wichtig.“

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit zahlreichen Abbildungen und einem ausführlichen Interview mit Philipp Schuster.

Ausstellungsdauer: 18. bis 31. Oktober 2013
WestLicht. Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40
1070 Wien

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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