BÜCHERBÖRSE

Ein Brief an das Christkind

Der etwas andere Brief mit Wünschen an das Christkind. (c) Birgit Mühl
Der etwas andere Brief mit Wünschen an das Christkind.

Liebes Christkind!

Was ist nur aus diesem Fest geworden, wo ist die stille Zeit hingekommen? Alle sind hektisch, überall ist es laut, keiner denkt mehr an dich, liebes Christkind. Ich hoffe, du lässt dich von den grellen Lichtern und den grässlichen Weihnachtshits aus dem Radio nicht abschrecken. Denn obwohl ich schon alles habe, fehlt mir noch so einiges zu Weihnachten. Deshalb schreibe ich dir, liebes Christkind, diese Liste.

Zeit

Der Uni-Alltag hat mich noch nicht losgelassen, bis kurz vor dem Heiligen Abend wird noch gelernt, recherchiert, geschrieben und vorbereitet. Doch eigentlich möchte ich auch noch Zeit mit meinen Lieben verbringen, bevor alle über Weihnachten nach Hause fahren. Zeit für die Familie bräuchte ich dann auch noch, und dann noch ein bisschen Zeit extra, die ich dann verschenken kann, denn Zeit kann jeder brauchen.

Ruhe und Zufriedenheit

In dieser hektischen Zeit ist es nicht einfach, einen ruhigen Moment zu finden, in dem man innehält und nachdenkt. Dann erkennt man hoffentlich, wie gut es einem geht und dass man alles hat, was man sich wünschen könnte. Zufriedenheit, liebes Christkind, das wünsche ich mir für mich und meine Familie und wenn du noch etwas übrig hast, dann auch für meine Freunde.

Weltfrieden

Ich weiß schon, liebes Christkind, dass dieser Punkt etwas schwierig wird. Aber wünschen darf man sich ja trotzdem noch, was man will. Weihnachten gilt ja als Fest der Liebe und des Friedens, deshalb find ich es passend, wenn der Weltfrieden auch auf meiner Liste steht. Dabei meine ich aber nicht den schnöden Schönheitswettbewerbswunsch nach Weltfrieden. Ich wünsche mir echten Weltfrieden. Wenn sich das bis dieses Jahr zu Weihnachten mit der Lieferzeit nicht mehr ausgeht, würde ich mich auch nächstes Jahr noch darüber freuen.

Liebes Christkind, ich hoffe, du kannst meine Wünsche erfüllen, ich war auch ganz brav die meiste Zeit des Jahres. Ich hoffe, es wird auch nicht zu teuer, die anderen Menschen sollen ja auch noch etwas bekommen.

 

Birgit Mühl

Birgit Mühl | Redakteurin Feuilleton & Studentenleben

studiert Vergleichende Literaturwissenschaft und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

ist heillose Optimistin

liebt Beistriche und hasst den Ausdruck "Grammar-Nazi"

birgit.muehl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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