BÜCHERBÖRSE

Nachts im Museum

Am 4. April wird zur Langen Nacht der Forschung geladen. (c) KHM mit MVK und ÖTM
Am 4. April wird zur Langen Nacht der Forschung geladen.

Lange Nacht der Forschung im KHM

Am 4. April von 18:00 bis 23:00 Uhr lädt das Kunsthistorische Museum in Wien zur langen Nacht der Forschung. Wer schon immer wissen wollte, was hinter den Kulissen in einem Museum passiert, hat an diesem Abend die Gelegenheit. Bei zahlreichen Workshops, Mitmachstationen, Führungen und Vorträgen bekommt man einen Einblick in die Arbeitswelt der Kuratoren, Restauratoren und Naturwissenschaftlern, die sich der Erforschung und Bewahrung von Kulturschätzen aus sieben Jahrtausenden widmen.

Das Kunsthistorische Museum ist nicht nur Ausstellungsort, sondern auch Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung für kunsthistorische Fächer. Welche modernen Technologien im Alltag eines Museumsbetriebs zum Einsatz kommen, wird bei den einzelnen Stationen demonstriert. Teilweise können Verfahren von den Besuchen selbst durchgeführt werden.

Forschung selbst erleben

Bei einer der zahlreichen Mitmachstationen können Materialien, die typischerweise in Kunstwerken Verwendung finden, wie z. B. Fasern, Pigmente und Farbstoffe, anhand von Experimenten und Postern analysiert werden. Als Demonstration und zum Mitmachen wird die Identifizierung von Pigmenten mittels Polarisationsmikroskopie, die Auftrennung von Farbstoffen mit Dünnschichtchromatographie, die Untersuchung von Geweben, Fasern und textilen Objekten mit der Lupe, dem Mikroskop und mit strahlendiagnostischer Untersuchungsmethoden sowie bindungstechnische Analysen an Textilien präsentiert. Im Bassano-Saal, 2. Stock.

Wer sich auf die Suche nach der Geschichte einzelner Objekte der Antikensammlung begeben möchte, kann bei einer Mitmachstation im Hochparterre selbst forschen. Mit Taschenlampe und Lupe werden unter Anleitung Porträtbüsten der Antikensammlung im Detail betrachtet, um deren Material, Ergänzungen und Bearbeitungen zu identifizieren und somit die Geschichte des Objektes zu entdecken. Im Hochparterre, Umgang der Antikensammlung.

Vorträge der Wissenschaftler

Im Vortragsraum im zweiten Stock finden von 18:15 Uhr bis 22:15 Uhr Vorträge zu unterschiedlichsten Themen statt. Um 19:45 Uhr bietet Karoline Zhuber-Okrog in ihremVortrag einen Überblick über die Forschungen an den mehr als 70 Campanareliefs der Antikensammlung. Bei den Campanareliefs handelt es sich um eine spezielle Gattung von Tonreliefs aus römischer Zeit. Das Besondere an ihnen ist die Vielfalt der Darstellungen, von Ornamenten über mythologische Themen bis zum antiken „Autounfall“. Sabine Stanek und Václav Pitthard sprechen um 20:45 Uhr über das naturwissenschaftliche Labor des Kunsthistorischen Museums und dessen Forschungstätigkeit.

Einen Überblick über alle Vorträge, Workshops und Führungen findet man hier.

Birgit Mühl

Birgit Mühl | Ressortleiterin Feuilleton

studiert Vergleichende Literaturwissenschaft und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

ist heillose Optimistin

liebt Beistriche und hasst den Ausdruck "Grammar-Nazi"

birgit.muehl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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