BÜCHERBÖRSE

Museum des Monats: Verkehrsmuseum

Museum des Monats: Verkehrsmuseum (c) Johannes Zinner/Wiener Linien
Seit dem 17. September ist das Verkehrsmuseum in der ehemaligen Remise der Wiener Linien wieder eröffnet. Die Ausstellung des Verkehrsmuseums verfügt über vierzehn Themenbereiche, welche sich u.a. mit der technischen Entwicklung, die Rolle der Öffis im Krieg, die Wandlung der Berufe und die vergangenen und gegenwärtigen Herausforderungen des öffentlichen Verkehrs beschäftigen. 
 
Zwei der Themenbereiche möchten wir euch veranschaulichen:

Stadt in Bewegung

Stellen wir uns mal vor, wie die Welt da draußen funktionieren würde, wenn es die Elektrizität und den Fortschritt nicht gäbe? Wie würden die Stadt und die Straßen ausschauen? Und wie würden wir uns weiter bewegen, etwa nur zu Fuß? Das Verkehrsmuseum zeigt historische Aufnahmen des öffentlichen Verkehrs: Leiterwagen der Bauern, Fiakerkutschen und schienengeführte Pferdebahnen und Pferde-Omnibusse. Spannend ist, dass die Strecke der ersten Pferdetramway Europas im Jahr 1865von Schottentor bis Hernals führte. Tatsächlich ist im Museum solch ein Wagen von 1868 zu bewundern, natürlich ohne Pferde. 

Wien wird Metropole

Nun, unsere Vorstellungskraft ist angekurbelt, und wir vergegenwärtigen uns, dass im Jahr 1850 431.000 Einwohner in Wien lebten. 42 Jahre später hat sich die Einwohnerzahl verdreifacht und betrug sage und schreibe 1.341.897 Einwohner. Dieses Wachstum bedeutete eine immense Herausforderung für den öffentlichen Verkehr. Daher beschäftigt sich dieser Ausstellungsbereich mit Lösungsansätzen, zeigt den Stadtentwicklungsplan und die architektonischen Entwürfe Otto Wagners, die zu dem Bau der Stadtbahn führten. 

Interaktive Ausstellung

Um die Vorstellungskraft und die Lesekompetenz nicht zu sehr zu überfordern, bietet das Museum zahlreiche Möglichkeiten Geschichte interaktiv zu erleben. So kann in die Rolle eines Schaffners der Frühzeit geschlüpft werden, um die damaligen Herausforderungen kennen zu lernen und zu meistern. Eine eigene Straßenbahn kann gebaut und die Einsatzplanung der Fahrzeuge im Netz gemanaged werden. Auch steht ein Simulator bereit, um einen Zug durch das Wiener U-Bahn-Netz zu führen. Und wer weiß – Vielleicht entdeckt, der eine oder die andere das Interesse und das Talent bei den Wiener Linien Karriere machen zu wollen. Als besonderes Highlight zählen die vierzig historischen Fahrzeuge, die nostalgische Gefühle erwecken.

Öffnungszeiten

Verkehrsmuseum der Wiener Linien
Ludwig-Koeßler-Platz, 1030 Wien
 
Mittwoch 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag und Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr
Geöffnete Feiertage 10.00 – 18.00 Uhr

Tickets

Regulär € 6,00
Ermäßigt € 5,00 (Studierende, JahreskartenbesitzerInnen der Wiener Linien)
Weitere Informationen: Verkehrsmuseum der Wiener Linien

Isolde Walcher

Isolde Walcher | Redakteurin

isolde.walcher (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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