BÜCHERBÖRSE

Statussymbol: Viennale Tasche

vtasche c Alexi PelekanosStatussymbol für Filmprivilegierte
Nicht zuletzt dank ihrer Exklusivität ist die Viennale-Tasche schon seit ihrem ersten Erscheinen 2001 ein Kultobjekt. Heuer gab es erstmals ein Wettbewerb zum Design.

Die Geschichte der Viennale-Tasche beginnt vor zehn Jahren mit der Kooperation zwischen A1 und dem größten Filmfestival des Landes. Man wollte damals ein Giveaway, das sich von anderen Merchandiseartikeln absetzt und so repräsentativ für die Viennale wird.

Dass dieses Vorhaben so gut geklappt hat, ist sicher auch der Tatsache zu verdanken, dass nur Akkreditierte und wenige glückliche Gewinnspielteilnehmer zu dem begehrten Objekt gelangen. Da verwundert es nicht, dass Viennale-Taschen auf eBay um bis zu 50 Euro an den Filmfan gebracht werden. Im Vergleich dazu betteln Karten für ausverkaufte Filme selbst wenige Tage vor der Vorführung noch um erste Gebote.

Trotz anhaltenden Erfolgs gab es in den letzten beiden Jahren ein Umdenken beim Gestalten der Tasche. Nachdem der Stolz der Wiener Filmjournalisten lange Zeit einfarbig in schlichtem Rot, Schwarz oder Silber über den Schultern baumelte, ist Einfachheit nun nicht mehr das höchste Gebot. Bereits 2010 verpasste ihr der deutsche Designer Bernhard Wilhelm einen wild gestreiften, bunten Dschungel-Look.
Heuer gingen die Viennale-Verantwortlichen sogar noch einen Schritt weiter und veranstalteten gemeinsam mit A1 einen Designwettbewerb. 

Nachdem eine Fachjury alle Einsendungen auf fünf Finalisten reduzierte, wurde per Online-Voting Carolin Rihas Entwurf zum Sieger gewählt. „Dass ich gewonnen habe, kann ich bis jetzt noch nicht fassen!“, erklärt die selbstständige Grafikdesignerin. Belohnt wird sie damit, dass 2011 eines der kultigsten Objekte der europäischen Filmwelt in dem von ihr entworfenen Vintage-Look erscheint.

Michael Leitner

Michael Leitner | Redakteur & Community-Betreuer Gewinnspiele

michael.leitner (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Oktober 2011

 

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