BÜCHERBÖRSE

Max Ernst-Retrospektive in der Albertina

Nach dem Ausstellungshighlight René Magritte widmet die Albertina Max Ernst seine erste Retrospektive in Österreich. Die ausgestellten 180 Gemälde, Collagen und Skulpturen bringen einen faszinierenden Einblick in das Œuvre des zu den Jahrhundertfiguren der Kunstgeschichte zählenden Künstlers.

Neben Magritte und Miró, dem die Albertina ab 2015 eine Werkschau widmen wird, gehört Max Ernst unbestritten zu den Hauptakteuren des Surrealismus. Von der „großen Schweinerei dieses blödsinnigen Krieges“ angeekelt – er kämpfte im 1. Weltkrieg - gründete Max Ernst zusammen mit Baargeld und Arp eine Dada-Gruppe in Köln. 1922 zieht er als unverstandener, revoltierender Künstler nach Paris und wird dort zum wichtigsten Mitglied der surrealistischen Gruppe um André Breton.

„Bevor er hinabsteigt, weiß ein Taucher nie, was er zurückbringt.“ (Max Ernst)

Die in der Albertina gezeigten Werke reichen von den dadaistischen Anfängen bis zu den großen surrealistischen Ölgemälden. Erweitert wird die Schau mit illustrierten Büchern und Dokumenten. Damit vereint die Ausstellung alle Werkphasen, Entdeckungen und Techniken des Künstlers und stellt sein Leben und Schaffen im biografischen wie zeitgeschichtlichen Kontext vor.

Sein Erfindungsreichtum im Umgang mit Techniken, die rätselhaften Bildkompositionen, die Brüche zwischen zahlreichen Werkphasen und der Wechsel der Themen irritieren, gleichzeitig fasziniert Ernsts unermüdliches Experimentieren, dem man sich nur schwer entziehen kann. Ein absolutes Muss für alle Kunstfans und jene, die es noch werden wollen!

Noch bis 5. Mai 2013
Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr, Mittwoch 10.00 bis 21.00 Uhr

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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