BÜCHERBÖRSE

Körperwelten in Wien

Körperwelten in Wien 38_ (c) Gunther von Hagens Institut für Plastination Heidelberg

Die umstrittene, aber gleichzeitig faszinierende Ausstellung „KÖRPERWELTEN & Der Zyklus des Lebens“ des Erfinders der Plastination Gunther von Hagens, ist ab 13. März im Naturhistorischen Museum in Wien zu bestaunen.

Die Ausstellung ist dem Kreislauf von Entstehen und Vergehen gewidmet. Die einzelnen Stationen der Entwicklung des Körpers sowie seine Veränderung im Lauf der Zeit, beginnend bei der Zeugung bis ins hohe Alter, werden anschaulich dargestellt und nehmen die Besucher mit auf eine eindrucksvolle Entdeckungsreise unter die Haut. Kein Biologieunterricht oder Fachbuch vermag die Dreidimensionalität der Exponate zu vermitteln. Die Besucher gewinnen Wissen über die Körperfunktionen und werden durch die Verschmelzung von Wissenschaftlichkeit und kreativ-ästhetischer Darstellungsform in Staunen versetzt. „Ich will aufzeigen, wer wir sind, wie wir denken und fühlen, wie wir geboren werden, altern und sterben. Und der plastinierte Körper dient mir dabei als Reflektionspunkt“, sagt von Hagens.

„Frankenstein-Künstler“

Gezeigt werden Ganzkörper-Plastinate sowie einzelne Organe, Organkonfigurationen und transparente Körperscheiben. Die ausgestellten Objekte wurden durch das aufwendige Verfahren der Plastination bearbeitet, welches den Verfall des toten Körpers stoppt und langfristig haltbare anatomische Präparate herstellt. In einem letzten Arbeitsschritt wird das mit Silikonkautschuk durchtränkte Präparat in Pose gebracht und fixiert.

Bereits seit 1995 wandert die Ausstellung um die Welt und begeisterte Millionen. Selbstverständlich ließ auch die Kritik nicht lange auf sich warten: Von Verstoß gegen die Ethik, Voyeurismus und Verletzung der Menschenwürde war die Rede. Doch urteilt am Besten selbst noch bis 11. August.

 

Eintrittspreise

Studierende, Lehrlinge: € 12
Öffentliche Führungen: jeden Samstag 16.30 Uhr
Führungskarte: € 2,50; Dauer: 1h

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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