BÜCHERBÖRSE

JUNIP bereiteten magischen Start in den Mai

JUNIP in der Szene Wien (c) Elisabeth Voglsam
JUNIP in der Szene Wien

Es war nicht ihr erster Auftritt in der Szene Wien. Bereits 2010 konnten die drei Schweden ihre österreichischen Fans mit der Vorstellung ihres ersten Albums "Fields" überzeugen. Nun kehrten JUNIP mit ihrer neuen und selbstbetitelten Platte und zwei grandiosen Support-Acts im Gepäck nach Wien zurück und sorgten für eine ausverkaufte Halle.

Den Anfang machte der aus London stammende James Mathé alias Barbarossa, der in der Vergangenheit bereits in José González Live-Band mitspielte und nun auch mit einem Soloprojekt unterwegs ist. Er bot dem erst spärlich eingetroffenen Publikum eine Mischung aus Elektro-Pop, Soul und Folk.

Als um 21 Uhr der zweite Support-Act Ewert And The Two Dragons aus Estland die Bühne betrat, verdichteten sich die Publikumsreihen bereits. In ihrem halbstündigen Set konnten die vier sympathischen Künstler mit Songs wie "Sailor Man", "The Rabbit" oder "Good Man Down" definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Kurz nach 22 Uhr war es dann endlich soweit und der Headliner des Abends begann seine Show. Doch anstatt der drei aus JUNIP bekannten Bandmitglieder kamen insgesamt sechs Personen – darunter auch Barbarossa – auf die Bühne. Mit dieser instrumentalen Unterstützung sorgten sie dafür, dass die auf Platte so sanft klingenden Tracks viel kraftvoller und intensiver wurden.

Anfangs wirkte der Sänger der Band José González recht kühl und gar unnahbar, da die Bühne nur von hinten beleuchtet wurde und sein Gesicht somit die ganze Zeit über im Schatten lag. Doch nach und nach konnte man sich trotz schlechter Sicht und nicht existenter Bühnenshow immer besser in die Musik hineinfühlen. Es braucht also tatsächlich nicht viel, um JUNIP und insbesondere José González Stimme zu verfallen.

Songs wie "In Every Direction", "Your Life Your Call" oder ihre neue Single "Line Of Fire" waren besondere Highlights. Und obwohl José González nun wahrlich kein Mann der großen Worte ist und bloß bei der Zugabe seinen Dank an Barbarossa, Ewert And The Two Dragons und das Publikum aussprach, blieb er dennoch als sehr sympathische Erscheinung in Erinnerung.

Bilder: Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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