BÜCHERBÖRSE

Asaf Avidan bot ein Auf und Ab der Gefühle

Asaf Avidan LIVE im Gasometer (c) Elisabeth Voglsam
Asaf Avidan LIVE im Gasometer

Am Dienstag Abend konnte Asaf Avidan seinem bunt durchmischten Publikum im Planet.TT Gasometer Wien zweifellos beweisen, dass er noch weit mehr zu bieten hat als "Gute Laune"-Radiohits. Zwar waren die Reihen allesamt sehr dünn besetzt, aber der begnadete Künstler israelischer Herkunft bot dennoch eine grandiose Show und übertraf damit alle Erwartungen.

Ohne Support-Act und mit kurzer Verzögerung betrat Asaf Avidan mit seiner vierköpfigen Band - bestehend aus zwei Frauen und zwei Männern - um 20:20 Uhr die Bühne des Gasometer Wien. Bereits nach den ersten paar Tönen zog der Sänger mit seiner außergewöhnlichen und androgynen Stimme die umstehenden Menschen in seinen Bann. Sein gesamtes Auftreten hatte etwas an sich, das einen nicht mehr wegsehen und -hören ließ. Und auch wenn man ihm aufgrund seiner Stimme eine gewisse Ähnlichkeit mit Janis Joplin nachsagt, bringt er doch seinen ganz eigenen Charme mit sich, der einfach verzaubert.

Asaf Avidan ist wahrlich ein Ausnahmetalent. Seine Songs lassen sich in keine Schublade einordnen und auch er selbst erzählte während des Konzerts, dass er auf seiner Tour nicht vorhabe, einen geradlinigen Konzertverlauf zu verfolgen, der auf einen explosiven Höhepunkt zusteuert. Er möchte stattdessen viel lieber das wahre Leben mit seinen Höhen und Tiefen abbilden - wie auch der Titel seines neuen Albums "Different Pulses" andeutet. Und so wechselten sich in seinem Set kraftvolle Nummern und ruhige Balladen, bei denen seine Stimme noch besser zur Geltung kam. Zwischendurch lockerte er seine Show immer wieder mit unsinnigen und wirklich unterhaltsamen Geschichten und Anekdoten auf, die ihn noch sympathischer und authentischer machten, als er durch seine Musik bislang schon wirkte.

Als Asaf Avidan samt Band nach der Zugabe die Bühne verlassen wollte, bestärkte ihn die Energie und der tobende Applaus seiner Fans so sehr, dass er sich spontan dazu entschloss, noch einen Song zu spielen, weil es ihm viel zu viel Spaß machte, um einfach aufzuhören.

Er lieferte wirklich viele schöne Momente mit Gänsehautfaktor, die das Konzert mit Sicherheit zu einer bleibenden Erinnerung gemacht haben.

Bilder: Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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