BÜCHERBÖRSE

City And Colour – The Hurry And The Harm

City And Colour - The Hurry And The Harm (c) Dustin Rabin
City And Colour - The Hurry And The Harm

Der Singer/Songwriter Dallas Green alias City And Colour veröffentlichte Anfang Juni sein mittlerweile viertes Soloalbum. Mit "The Hurry And The Harm" kann der Kanadier mit Sicherheit nicht nur treue Anhänger seiner Musik überzeugen, sondern auch neue Fans dazu gewinnen. Am 19. Juni macht er mit seinem neuen Longplayer im Gepäck Station in der Arena Wien!

Wer bei City And Colour auf der Suche nach den rotzigen Post-Hardcore Sounds seiner Ex-Band Alexisonfire ist, der sucht wohl vergebens. Auch das neueste Studioalbum "The Hurry And The Harm", das erstmals nicht in Kanada sondern in Nashville/Tennessee aufgenommen wurde, bietet gewohnt grundmelancholische Songs, die in ihrer Intensität kaum zu übertreffen sind. Sie handeln zumeist von Liebe und Heimat und bieten gleichermaßen belebende, aber auch sehr tiefgehende Passagen. Musikalische Unterstützung holte sich der Kanadier von keinen Geringeren als  Jack Lawrence (The Raconteurs, The Dead Weather, The Greenhornes) am Bass, Bo Koster (My Morning Jacket) am Keyboard, Matt Chamberlain (Pearl Jam) und James Gadson (Bill Withers, BB King) am Schlagzeug sowie Spencer Cullum (Caitlin Rose) an der Pedal Steel.

Auf ein einziges Genre wollte Green sich bei dieser Platte nicht festlegen. Von Country- und Folk-Songs wie "Commentators" über Indie-Nummern wie "Two Coins" und Pop-Songs wie "The Lonely Life" bis hin zu Akustik-Tracks wie "Paradise" und "Take Care" ist alles dabei. Die Songabfolge wirkt perfekt aufeinander abgestimmt – fast wie aus einem Guss – und bietet dennoch oder gerade deshalb die nötige Abwechslung.

City And Colour wagt mit dieser Platte keine Experimente. Der Singer/Songwriter besinnt sich auf vergangene Stärken und verzichtet auf große Überraschungseffekte. Und die braucht er auch nicht, da die Größe seiner Songs in den Lyrics steckt. Ihre Tiefe entfalten die Tracks allerdings – anders als bei seinen früheren Alben – erst nach mehrmaligem Hören. Dafür entdeckt man dabei aber von Mal zu Mal neue Feinheiten, die "The Hurry And The Harm" zu einem Meisterwerk machen. Ein besonderes Highlight ist "Two Coins", das sich mit dem Chorus "I've always been dark, with light somewhere in the distance" sofort im Gedächtnis festsetzt und auch das Albumcover repräsentiert.

Wie der Albumtitel schon vermuten lässt, trägt die Platte ihren Teil dazu bei, den sonst so hektischen Alltag für einige Zeit zu entschleunigen und selbst in eine andere Welt entfliehen zu können. "I just wanted to make an honest record." - und das hat Dallas Green mit "The Hurry And The Harm" zweifellos geschafft.

CITY AND COLOUR - "THE HURRY AND THE HARM"
UNIMAG-Rating: 4 von 5 Punkten
Genre: Indie-Folk, Acoustic
15 Songs (Deluxe Version), Spielzeit: 1:02:02
Label: Dine Alone Records
VÖ: 04.06.2013

Album-Tracklist

Dallas Green - (c) Dustin Rabin1. The Hurry And The Harm
2. Harder Than Stone
3. Of Space And Time
4. The Lonely Life
5. Paradise
6. Commentators
7. Thirst
8. Two Coins
9. Take Care
10. Ladies And Gentlemen
11. The Golden State
12. Death's Song
13. The Way It Used To Be
14. Of Space And Time (Acoustic)
15. Harder Than Stone (Acoustic)

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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