BÜCHERBÖRSE

SOUTHSIDE FESTIVAL 2013 – Das war Tag 2

Southside Festival - Day 2 (c) Pete Ionian
Southside Festival - Day 2

Mit einer ordentlichen Erkältung – bei dem strahlenden Sonnenschein ist es eine gute Frage, wie es dazu kommen konnte – ging es auf in den zweiten Tag des Southside Festival 2013. Meine Highlights dieses Tages waren unter anderem Macklemore & Ryan Lewis, Tegan And Sara und Sigur Rós.

Den musikalischen Auftakt machte Macklemore, der von einigen seiner Fans im Publikum auch als "Hipstergott" bezeichnet wurde, mit Ryan Lewis als Verstärkung auf der Blue Stage. Bereits um 14:30 Uhr lockte er mit Hits wie "Thrift Shop" oder "Can't Hold Us" die Massen auf das Konzertgelände. Als das Vergnügen nach 40 Minuten auch schon wieder vorbei war, strömte der Großteil der Festivalbesucher aufgrund der Hitze auf den Zeltplatz zurück. 

Nur Fans von Danko Jones und den Shout Out Louds verteilten sich vor der Green und der Blue Stage. Während Erstere ihre kurze Spielzeit vorwiegend dazu nutzten, endlos lange Aufzählungen an Bands herunterzubeten, konzentrierten sich Zweitere zwar auf ihre Songs, der Funke sprang aber dennoch nicht über.

Nach Danko Jones waren BoySetsFire auf der Green Stage an der Reihe und bewiesen einmal mehr, dass sie eine großartige Live-Band sind. Gleich im Anschluss verschlug es mich zu Tame Impala, bei denen der Wavebreaker zwar wie leer gefegt war und deren Set anfangs etwas gewöhnungsbedürftig wirkte, sich aber dann doch von Song zu Song immer mehr als überraschend gut entpuppte. 

Auch das kanadische Geschwister-Duo Tegan And Sara lieferte eine wirklich gelungene Show ab. Sie hätten gerne mehr von ihren alten, und weniger von ihren neuen Songs spielen können – aber das ist ja zum Glück Geschmacksache. Zur gleichen Zeit spielten The Hives auf der Green Stage auf, deren schwedische Arroganz man wohl entweder liebt oder hasst. 

Um 20:30 Uhr hatten schließlich The National ihren großen Auftritt auf der Blue Stage, mit dem sie hauptsächlich ihre eingefleischten Fans überzeugen konnten, da das Set ansonsten sehr eintönig wirkte. Daran konnte auch Leadsänger Matt Berninger nichts mehr ändern, der gegen Ende des Auftritts während eines Songs mitten durch das Publikum spazierte.

Portishead, die als nächster Act angekündigt waren, enttäuschten mit ihrer Show ein wenig und hinterließen leider keinen bleibenden Eindruck. Bei dem Headliner der Green Stage Rammstein war es ähnlich. Ich kann und werde den Hype um deren Musik und vor allem um deren Live-Auftritte wohl nie nachvollziehen können. Bei den Songtexten kann man sich bloß an den Kopf greifen und bis auf ein paar Feuerspielchen ist die Show auch nicht wirklich spektakulär.

Ganz anders war mein Eindruck beim Headliner der Blue Stage Sigur Rós, die mit dem gelungenen Bühnenbild und der engelsgleichen Stimme von "Jónsi" Birgisson wieder eine gewohnt verträumte und wunderschöne Atmosphäre schafften. Leider ging der Zauber aber ein wenig dadurch verloren, dass einige Trunkenbolde, die sich auf Festivals nunmal so herumtreiben, die Genialität dieser Band nicht zu schätzen wussten und sich daher lauthals über die Sinnlosigkeiten des Lebens unterhielten.

Der dritte und letzte Festivaltag am Southside Festival wartet mit Acts wie Fidlar, City And Colour, Bloc Party, Frittenbude, Of Monsters And Men sowie Arctic Monkeys und Deichkind auf.

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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