BÜCHERBÖRSE

SOUTHSIDE FESTIVAL 2013 – Das war Tag 3

Southside Festival - Day 3 (c) Christoph Oetzmann
Southside Festival - Day 3

Am Weg zum Konzertgelände war die Aufbruchstimmung des letzten Festivaltages bereits deutlich spürbar, als mehrere hundert Menschen voll bepackt und schnaufend an mir vorbei trotteten. Anders als an den vergangenen beiden Sommertagen sorgten starker Wind und eisige Kälte für lange Gesichter. Nichtsdestotrotz gaben die Besucher vor den Bühnen noch einmal alles. Zu meinen Tageshighlights zählten FidlarCity And Colour und Bloc Party, wobei sich der gesamte Tag durch viele gute Künstler auszeichnete.

Fidlar machten zur Mittagszeit auf der Green Stage den Anfang und lockten zu so früher Stunde doch schon sehr viele Festivalbesucher in den Wavebreaker, wo schließlich getanzt wurde, was das Zeug hält. Mit zunehmender Euphorie wurden auch die Windböen immer stärker. Trotzdem ließen es sich Frightened Rabbit im Anschluss nicht nehmen, auch ihre Songs zum Besten zu geben. Vor allem Sänger und Gitarrist Scott Hutchison konnte durch sein sehr sympathisches Auftreten überzeugen. 

Für The Maccabees kreischten ganze Fanchöre um die Wette, die während des Sets durchgehend herumgesprungen sind, getanzt haben und somit auch für sehr gute Stimmung gesorgt haben. Trotz wirklich motivierter Fans und fesselnder Songs wollte der Funke bei mir diesmal einfach nicht überspringen.

Während Frittenbude auf der Blue Stage ordentlich Gas gaben, kümmerte sich City And Colour um die etwas ruhigeren Töne am Southside Festival. Im Vergleich zu seiner vollständigen Show von vergangenen Mittwoch in der Arena Wien beschränkte sich Dallas Green beim Festival-Set allerdings nur auf die Lieder, bei denen er instrumentelle Verstärkung durch seine Band bekam.

Mit einem sehr kontrastreichen Programm überzeugten schließlich Bloc Party rund um Kele Okereke, die erst vor kurzem bekannt gaben, nach dieser Tour eine etwas längere Pause einzulegen. Das ließen sie sich aber in keiner Sekunde anmerken und so schufen sie mit Indie-Rock vom Feinsten eine regelrechte Tanzparty. Dabei spielten sie sogar Songs wie "Ratchet", der noch nicht einmal veröffentlicht wurde, aber sehr viel versprechend klang.

Ohne Unterbrechung sorgten dann die Editors auf der Blue Stage für eine großartige Show. Diese werden für alle österreichischen Fans zusammen mit Balthazar am 8. Oktober im Planet.TT Gasometer auftreten. Auf der Green Stage ging es wieder etwas sanfter zu, als Of Monsters And Men mit ihren lieblichen Gesängen die Herzen zum Schmelzen brachten. Spätestens bei "Little Talks" war die Stimmung perfekt, auch wenn sich im Anschluss viele den Weg zu den Essensständen bahnten, anstatt den übrigen Songs zu lauschen.

Leider musste ich mich dann doch dem Fieber und der Erkältung geschlagen geben und die neunstündige Heimreise antreten. Von anderen habe ich mir aber sagen lassen, dass Arctic Monkeys mit einer der besten Acts des Festivals gewesen sein sollen. Wer sich lieber selbst ein Bild darüber machen möchte, kann dies gerne am Harvest Of Art am 13. Juli tun. Als Headliner der Blue Stage waren Deichkind am Start, die mit ihrer Show zwar bestimmt wieder ein Hingucker waren, aber durch ihre Dauerpräsenz auf Festivals und Monotonie ihrer Bühnenperformance für mich deutlich an Reiz verloren haben.

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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