BÜCHERBÖRSE

Niederländischer Lo-Fi-Sound

Mozes And The Firstborn (c) Siluh Records
Mozes And The Firstborn

Mozes And The Firstborn liefern waghalsigen Garagen-Pop, Surfmomente & Lagerfeuer, kratzige Gitarrenriffs, Handclaps und reichlich Selbstironie in der Manier der 60ies- und 70ies-Romantik.

Der Bandname ist laut Sänger Melle Dielesen vom Zeichentrickfim "Der Prinz von Ägypten" inspiriert. Die Handlungen des Pharaos, alle neugeborenen Kinder töten zu lassen, hätten einen tiefen Eindruck bei ihm hinterlassen. Nichtsdestotrotz präsentieren sich die vier Jungspunde aus den Niederlanden rotzfrech, waghalsig und mit viel Übermut vor Publikum. Mozes And The Firstborn klingen nach allem, was man schon einmal kannte, noch immer mag, aber schon lange nicht mehr gehört hat. Aber eben irgendwie anders. So erinnern die Tracks an The Sonics, The Stooges, The Velvet Underground, die frühen Weezer, Pavement oder die jungen Rolling Stones, die zusammengewürfelt die 11 wunderbaren Songs auf ihrem Debütalbum – nach dem Bandnamen – ergeben.

Groovy & charming

Die Hymne "Bloodsucker" als Openingtrack lädt zum Mitgrölen ein oder Lyrics wie "You know sometimes I'm just too much in love with me, to see that, you're also there" (aus "I Got Skills") bringen den Charme des Quartetts auf den Punkt. Proto Punk-Rock vom Allerfeinsten und dazu Songs, die schnell ins Ohr gehen. Alles in allem steht Mozes And The Firstborn für handgemachte Gitarrenmusik, eigenes starkes Songwriting ohne viel Schnickschnack. Die Musik ist zeitlos und würde auch in 20 Jahren noch funktionieren. Die Band ist eine große Party - und alle sind eingeladen.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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