BÜCHERBÖRSE

Das waren Portugal. The Man live im WUK

Portugal. The Man live im WUK (c) Elisabeth Voglsam
Portugal. The Man live im WUK

Vergangenen Sonntag waren Portugal. The Man gleich für zwei Shows zu Gast in Wien. Am frühen Nachmittag spielten die Indie-Rocker aus Alaska ein gratis Acoustic-Set im Museumsquartier und standen anschließend auch noch für ein Meet & Greet zur Verfügung. Später an diesem Abend sorgten sie im WUK für eine ausverkaufte Konzerthalle. Trotz guter Stimmung im Publikum konnten uns die Herren aber leider nicht so ganz überzeugen.

Um 21 Uhr war das Wiener WUK bereits gut gefüllt und alles wartete gespannt auf den Hauptact des Abends. Knapp 20 Minuten später war es dann endlich soweit. Als Intro wurde "Unchained Melody" von Elvis Presley eingespielt, bis Portugal. The Man beim Höhepunkt des Tracks die Bühne enterten und mit kräftigem Applaus ihrer Fans empfangen wurden. Motiviert legten sie los und präsentierten im Laufe ihres Sets vor allem Songs ihres neuen Albums "Evil Friends". Die Übergänge zwischen den einzelnen Titeln verliefen nahtlos, was leider dazu führte, dass sich alle Lieder irgendwann gleich anhörten.

Auch der Kontakt zum Publikum fehlte völlig. Erst nach etwa 40 Minuten folgte eine kurze Ansprache, bis es wieder mit dem eintönigen Klangbrei weiterging. Trotz alledem konnten Portugal. The Man ihre Fans wie gewohnt überzeugen, was sich zwar nicht durch große Tanzeinlagen, aber durch tobenden Applaus vor der Zugabe bemerkbar machte. Bevor die letzten Songs gespielt wurden, bedankte sich Bassist Zach Carothers noch für den Support, den sie als Band vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz seit Beginn ihrer Karriere bekommen, und plauderte munter weiter, während er darauf wartete, dass seine Bandkollegen den Weg zurück auf die Bühne finden. Diese ließen nämlich ganz schön lange auf sich warten.

Fazit? Wir bleiben in Zukunft wohl doch lieber bei ihren Platten. Zwar konnten Portugal. The Man musikalisch auf ganzer Linie überzeugen, doch der Funke wollte bei uns bis zum Ende einfach nicht überspringen. Das lag wahrscheinlich nicht nur an der fehlenden Interaktion mit dem Publikum sondern auch daran, dass die Stage die ganze Zeit über kaum beleuchtet war und man vor lauter Nebelschwaden oft nicht einmal erkennen konnte, ob überhaupt noch jemand auf der Bühne steht.

Bilder: Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook