BÜCHERBÖRSE

Avenged Sevenfold - Hail to the King

Hail to the King - Avenged Sevenfold (c) Warner Bros. Records
Hail to the King - Avenged Sevenfold

Mit dem sehnsüchtig erwarteten, sechsten Studioalbum "Hail To The King" schlagen die Kanadier von Avenged Sevenfold ein völlig neues Kapitel auf - das Kapitel der post-Rev Area. Denn Jimmy "The Rev" Sullivan, Drummer der Band, verstarb 2009 kurz bevor das Album "Nightmare" erschien. Ob die neue Platte mit den älteren wohl noch mithalten kann?

Nach den ersten paar Tönen von "Hail to the King" musste ich mich bereits fragen, ob nicht vielmehr die kreative Kraft der Band gestorben war. Zuerst musste ich sicherstellen, dass ich auch wirklich Avenged Sevenfold und nicht Metallica angespielt hatte. Wie ich nachher zahlreichen Youtube-Kommentaren entnehmen konnte, war ich nicht die erste, die das Ganze für eine Verwechslung hielt.

Erwachsener und erhobener klingt es für manche, faul und abgeschmackt klingt es für mich. Der Song "Doing Time" weckt dann jedoch Hoffnungen, denn da klingen sie beinah wieder wie sie selbst. Die Hoffnung hält jedoch nicht lange an, sondern wird zerschlagen von einer Reihe absolut unmelodischer und falsch platzierter Gitarrensoli. Irgendwie ironisch, wenn man bedenkt, dass die Band sich bis jetzt zum Genre des Melodic Death Metal zählte. 

"Requiem" der fünfte Titel des Albums setzt dem ganzen dann die Krone. Schon wieder meine ich dieses Lied schon einmal irgendwo anders gehört zu haben und nach einigem Suchen finde ich schließlich "Dynamite" von der deutschen Power Metal-Band Powerwolf. Eine gewisse Ähnlichkeit ist definitiv da. Auch dem restlichen Album konnte ich nichts mehr abgewinnen, obwohl ich mich redlich bemüht habe, denn eigentlich mochte ich Avenged Sevenfold – bis zu diesem Album.

Was ganz einfach fehlt, ist der unverkennbaren Stil der Band – laut, hart , cool – sowie ihre Leidenschaft. Aber wie Avenged Sevenfold selbst in "A little piece of heaven" sagen: "Everybody's gotta die sometime."

AVENGED SEVENFOLD - "HAIL TO THE KING"
UNIMAG-Rating: 1 von 5 Punkten
Genre: Heavy Metal, Hard Rock
10 Songs, Spielzeit: 53:20
Label: Warner Bros. Records
VÖ: 15.07.2013

Julia Kreuzer

Julia Kreuzer | Redakteurin

julia.kreuzer (ät) unimag.at

Studiert Kultur - und Sozialanthropologie an der Uni Wien

Liebt es anderen Ratschläge und Tipps zu geben, kennt die Lösung ihrer eigenen Probleme aber nur selten

Hasst Beistriche und Doppel S fast genauso sehr wie Zahlen

bei UNIMAG seit: September 2012

 

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