BÜCHERBÖRSE

Young Rebel Set: Quite A Blur

Young Rebel Set live im Wiener Flex (c) Elisabeth Voglsam
Young Rebel Set live im Wiener Flex

Mit einer Mischung aus Indie-Rock, Country-Pop und Folk überzeugten Young Rebel Set am 9. Oktober das bunt durchmischte Publikum im Wiener Flex, auch wenn es rückblickend ein etwas chaotischer Abend war, an den sich Sänger Matty Chipchase bloß unscharf erinnern wird. Mit ihm Gepäck hatten die Jungs aus Stockton-On-Tees viele Songs ihres brandneuen Studioalbums "Crocodile". 

Young Rebel Set ließen ihre österreichischen Fans an diesem Abend nicht lange warten, denn pünktlich um 21 Uhr betraten sie auch schon die Bühne des Wiener Flex und starteten ihr Set mit einem Lied ihres neuen Longplayers - nämlich "The Lash Of The Whip". Darauf sollten noch viele aktuelle Tracks folgen, die dem Publikum offensichtlich noch unbekannt waren, wie man an der mäßigen Stimmung ablesen konnte. Stimmungshafte Lichtblicke waren aber schließlich bei den alten Songs wie "Lion's Mouth" oder "Won't Get Up Again" zu erkennen, die an diesem Abend natürlich nicht fehlen durften.

Leider gab es während ihres Auftrittes immer wieder kurze Soundprobleme und sogar Verständnisprobleme zwischen Band und Publikum. Wie sich herausstellen sollte, versteht man Matty Chipchase, den sympathischen und nuschelnden Sänger aus Nordengland, nämlich nicht ohne Probleme - vor allem nicht, wenn auch noch sehr viel Alkohol und Gelalle im Spiel sind. Und so kam es auch, dass die Menge überhaupt nicht auf seine witzige Anspielung auf ihren nächsten Song "Another Time, Another Place" reagierte, was Matty in seinem Zustand aber lediglich zum Lachen brachte.

Erst bei der Zugabe nach etwa einer Stunde Spielzeit sprang der Funke so richtig über, als Schlagzeuger Luke Evans gemeinsam mit Matty Chipchase "Unforgiven" performte und sich dabei vor dem Geräusch der Nebelmaschine erschrak. Diesen Spaß verstanden immerhin alle im Publikum. Zuletzt folgten noch die beiden Hits "If I Was" und "Measure Of A Man", bei denen die Menge endlich kräftig mitsingen und durch die Menge springen konnte. Warum denn nicht gleich so?

Der mittlerweile sichtlich betrunkene Sänger Matty musste zwar zum Abschluss des Konzerts selbst zugeben, dass dieser Abend ihm wohl bloß als "quite a blur" in Erinnerung bleiben wird, doch das sei ihm bei seiner einzigartigen Stimme ausnahmsweise verziehen!

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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