BÜCHERBÖRSE

HIM brachten düstere Klänge nach Wien

HIM live im Gasometer Wien (c) Elisabeth Voglsam
HIM live im Gasometer Wien

Die finnische Rockband His Infernal Majesty, besser bekannt als HIM, gab sich vergangenen Sonntag die Ehre im sehr gut besuchten Wiener Gasometer. Gewohnt hart und gefühlvoll melancholisch zeigten sich die fünf Highschool-Freunde aus Helsinki vor ihren österreichischen Fans, Singer/Songwriter Ville Valo stach dabei einmal mehr mit seiner charismatisch tiefen Stimme heraus, die auch unglaublich hohe Tonlagen erreichen kann.

Als sich gegen 21.15 Uhr das Licht verdunkelte, ein Meer an Handys auftat und das Publikum in tosenden Beifall ausbrach, waren die Zeichen eindeutig: HIM standen kurz vor ihrem Auftritt und die Menge machte sich bereit. Da ging es auch schon los: Die fünf Finnen enterten die nebelbedeckte und düster beleuchtete Bühne. Frontman Ville Valo, der an diesem Abend herbstlich mit Schal und Mütze bekleidet war, zog bei seinem Auftritt wie üblich die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Den Anfang machten sie mit "All Lips Go Blue" von ihrem aktuellen Studioalbum "Tears On Tape", von dem noch weitere Songs auf der Setlist zu finden waren.

Lange dauerte es allerdings nicht, bis HIM ihre Klassiker zum Besten gaben. Schon das zweite Lied "Buried Alive By Love" animierte die jubelnden Fans zum Mitsingen und Mitwippen. Diese Motivationswelle sollte bis zum Ende des Konzerts auch nicht mehr abbrechen, denn neue Stücke wechselten sich perfekt mit Hits wie "Right Here In My Arms", "Join Me In Death", "Your Sweet Six Six Six" oder "Wicked Game" ab. Das Publikum klatschte unaufhaltsam und trällerte jede Zeile der Songs begeistert mit.

Um seinen Bandkollegen nicht die ganze Show zu stehlen, verschwand Sänger Ville Valo gleich zweimal an diesem Abend während längerer Instrumental-Parts von der Bühne, bis er unter tobendem Applaus auch schon wieder ins Rampenlicht zurückkehrte. In seinen Zwischenansagen sorgte der sympathische Finne sogar für den ein oder anderen Lacher, als er versuchte, ihr Musikgenre zu benennen: "Whatever you want to call it - maybe Rock'n'Roll, Metal'n'Roll or Love Metal ... or even Sensitive Hard-Pop".

Was auch immer es ist, es ist einzigartig und gefällt ganz einfach! Mit einem sehnlichst erwarteten "Funeral Of Hearts" und der Zugabe "When Love And Death Embrace" wurden die begeisterten HIM-Fans schließlich in melancholisch schöner Stimmung nach Hause entlassen.

Bilder: Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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