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Lorde - Pure Heroine

Lorde - Pure Heroine (c) Universal Music
Lorde - Pure Heroine

Lorde (mit bürgerlichem Namen Ella Yelich O'Connor) ist mit ihrer Single "Royals" gerade in aller Munde. Vor allem in den USA und UK schlug ihr Hit ein wie eine Bombe und konnte auf Anhieb die Spitze der Single-Charts erklimmen. In den US-Alternativecharts brach die erst 16-Jährige aus Neuseeland sogar den seit 1996 bestehenden Rekord, weil aktuell keine andere Künstlerin so lange auf Platz 1 stand wie sie. Ihr Debütalbum "Pure Heroine" wurde von Fans und Kritikern gespannt erwartet, nun steht es endlich in den Läden!

"Pure Heroine" erinnert mit seinen minimalistischen Sounds und der zarten, aber doch rauchigen Stimme der jungen Sängerin zunächst noch ein wenig an The XX. Doch dann kreiert Lorde ihren ganz unverwechselbaren Stil, der durch viele Pop-Elemente und Synthesizer-Klänge geprägt ist und phasenweise sogar eine elektronische Richtung einschlägt. Im Vordergrund steht einzig und allein die Stimme der talentierten 16-Jährigen, vor allem in den Strophen der insgesamt zehn Tracks auf dieser Platte wird die instrumentale Untermalung sehr schlicht und simpel gehalten. Thematisch geht es in ihren Songs um die kritische Auseinandersetzung mit der vorherrschende Massenkultur. Lorde singt dabei beispielsweise über die Macht des Internets, junge Liebe, falsche Freunde, die anziehende Kraft des Ruhms und alles, was dazu gehört.

Das Album startet mit "Tennis Court" auf Anhieb sehr catchy. Man kann sich kaum zurückhalten, nicht gleich eine Tanzeinlage hinzulegen. Schon an dritter Stelle findet sich der Megahit "Royals", der offen gegen die Fallen des Luxus rebelliert. "Ribs" ist ein großartiger Upbeat-Song und definitiv eines der Highlights auf diesem Longplayer. Ebenfalls ein Track mit starken und mitreißenden Beats ist "White Teeth Teens", in dem Lorde über all die Jugendlichen mit ihren strahlend weißen Zähnen singt, die sich der medialen Welt mit ihrem makellosen Lächeln fügen. "Still Sane" geht stilistisch eher in eine andere Richtung. Düster und ruhig thematisiert der Song jemanden, der zu schnell erwachsen wird, aber dieser Veränderung positiv entgegenblickt. Die Schlussnummer "A World Alone" ist ein sehr gelungener Track und auch der längste auf diesem Album. Geprägt wird der Song durch starke Beats und Lordes rauchige und dreckige Stimme, die all die falschen Freunde anspricht, die hinter dem Rücken über einen reden.

Und bevor man das Gefühl bekommen könnte, einige dieser zehn Tracks würden sich sehr ähnlich anhören, ist der Spaß auch schon vorbei. Mit 37 Minuten Spielzeit ist Lordes Debütalbum "Pure Heroine" etwas kurz geraten - wirklich schade! Doch das ändert glücklicherweise nichts an der Fülle an wirklich mitreißenden Songs.

LORDE - "PURE HEROINE"
UNIMAG-Rating: 4 von 5 Punkten
Genre: Art Pop
10 Songs, Spielzeit: 37:05
Label: Universal
VÖ: 25.10.2013

Lorde - (c) Garth BadgerAlbum-Tracklist

1. Tennis Court
2. 400 Lux
3. Royals
4. Ribs
5. Buzzcut Season
6. Team
7. Glory And Gore
8. Still Sane
9. White Teeth Teens
10. A World Alone

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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