TRAINEEPROGRAMME

Weichgespülter Soul/Pop bei Mayer Hawthorne

Mayer Hawthorne live im Wiener WUK (c) Elisabeth Voglsam
Mayer Hawthorne live im Wiener WUK

Die Retro-Soul-Sensation Mayer Hawthorne gab sich vergangene Woche gleich zweimal die Ehre in den Konzerthallen Wiens. Nachdem er Donnerstagabend als Support-Act für niemand Geringeren als Bruno Mars in der ausverkauften Stadthalle auftrat, stand er bereits am Tag darauf im Wiener WUK als Hauptact auf der Bühne, um sein aktuelles Studioalbum "Where Does This Door Go" vorzustellen.

Schon als Mayer Hawthorne in beigefarbenem Anzug, mit goldenen Schuhen und passender Fliege die Bühne betrat, fühlte man sich irgendwie in die Hollywood-Glamourwelt versetzt. Alles wirkte so perfekt, für meinen Geschmack schon etwas zu perfekt und aalglatt. Doch das tat der Stimmung im Publikum absolut keinen Abbruch und so tanzte die Menge zu jedem einzelnen Song.

Die Setlist setzte sich aus den drei bisherigen Alben des Künstlers zusammen und ließ somit keine Wünsche offen. Mal luden die Songs zum fröhlichen Tanzen ein, dann wurde es wieder etwas kuschliger. Trotz alledem führte die makellose Darbietung leider zu einer gewissen Eintönigkeit. Einzig und alleine "The Ills" brachte als letzter Track die nötige Abwechslung.

Seine eingefleischten Fans störte das aber nicht. Mit begeisterten "Zugabe"-Rufen holten sie Mayer Hawthorne noch einmal für weitere Nummern zurück auf die Bühne.

Dafür, dass Mayer Hawthorne ursprünglich nie die Absicht hatte, Soulsänger zu werden, lieferte er an diesem Abend (und auch schon als Support-Act bei Bruno Mars) eine beachtliche Leistung, die mit Jubelrufen und tosendem Applaus des Publikums auch entsprechend gewürdigt wurde.

Bilder: Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook