BÜCHERBÖRSE

Gänsehaut-Atmosphäre bei Everlast im WUK

Everlast live im Wiener WUK (c) Elisabeth Voglsam
Everlast live im Wiener WUK

Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen kurzen Augenblick still. Momente, von denen man sich wünscht, sie würden niemals enden. Genau das war am 30. Oktober der Fall, als Everlast ein knapp zweistündiges Konzert im Wiener WUK spielte - das letzte im Rahmen seiner "The Life Acoustic"-Tour, bevor es für ihn nach Hause zu seiner Familie ging. Als Support waren DAWA aus Wien am Start, die den Abend sehr gelungen einläuteten.

Als DAWA pünktlich um 20 Uhr die Bühne betraten, blickten ihnen viele fragende Gesichter entgegen. Vor allem das ältere Publikum schien noch nie etwas von der talentierten Band aus Österreich gehört zu haben. Das sollte sich an diesem Abend aber schlagartig ändern. Schon nach den ersten Tönen war die Begeisterung im Saal groß und hielt auch bis zum Ende des halbstündigen Sets an. Eine großartige Neuentdeckung für viele und zweifelsohne der perfekte Support für die geplante Akustik-Show von Everlast.

Die unbändige Vorfreude des Publikums auf den Hauptact war mittlerweile deutlich spürbar. Gemeinsam mit seinem Keyboarder enterte Erik Schrody aka Everlast die Bühne des Wiener WUK. Mehr als einen Stuhl, einen Beistelltisch für Getränke, die in Kelche gefüllt waren, eine Akustikgitarre sowie ein Keyboard brauchte es für diese Show nicht. Der Sänger ließ alleine mit seiner unverkennbaren Stimme eine unbeschreibliche Atmosphäre aufkommen, die das Publikum in eine völlig andere Welt versetzte, in der man mit einer Zigarre und einem Glas Whiskey im eigenen Wohnzimmer saß und gerade Everlasts Musik lauschte.

Es ist wirklich kaum zu glauben, wie viele großartige Hits der Musiker im Laufe seiner Karriere veröffentlicht hat. So durften auch während des Konzerts Klassiker wie "White Trash Beautiful", "Black Jesus" und "What It's Like" oder auch allseits beliebte Songs wie "Stone In My Hand", "Today (Watch Me Shine) und eine Acoustic-Version von "Jump Around" nicht fehlen, bei denen die Menge kräftig mitsang. Auch diverse Liederwünsche, die Fans an Erik Schrody richteten, wurden erfüllt. Und dass Everlast trotz all seiner Erfolge immer noch am Boden geblieben ist, merkte man spätestens während seiner sympathischen Zwischenansagen. 

In Erinnerung bleibt also ein fast zweistündiger und rundum perfekter Konzertabend, der alles abdeckte, was man sich als Everlast-Fan nur wünschen kann. Da bleibt nur zu hoffen, dass der mittlerweile 44-jährige Musiker bald wieder auf österreichischen Boden zurückfinden wird.

Bilder: Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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