BÜCHERBÖRSE

"Geile Scheiße!" - Nickelback in der Wiener Stadthalle

Nickelback (c) Nickelback
Nickelback

Im Rahmen ihrer "The Hits Tour" gastierten Nickelback (Chad und Mike Kröger sowie Daniel Adair und Ryan Peake) in der Wiener Stadthalle. Mit im Gepäck hatten sie nicht nur ihre coolsten Hits wie "How You Remind Me", "Rockstar" und "Photograph", sondern auch die US-amerikanische Vorband Skillet, die den Konzertbesuchern gleich am Anfang richtig einheizte.

Beim Betreten der Halle verwunderten nicht nur die Altersunterschiede der anwesenden Fans, sondern auch ihre Zahl. Kurz vor acht waren die Reihen der Zuschauer noch recht dünn besetzt. Das änderte sich jedoch, nachdem die letzten Töne der Vorband verklungen waren. Plötzlich war die Halle voll und die Vorfreude auf den Hauptact deutlich zu spüren und zu hören. Um Punkt dreiviertel Neun betrat die Band begleitet von John Williams "Imperial March" die Bühne, was auch all jenen, die die kostümierten Gäste übersehen hatten, ins Gedächtnis rief, dass Halloween war. Weitere Anspielungen auf den grusligsten Tag im Jahr blieben jedoch aus.

Obwohl die Kanadier mit "Animals" sofort mit einer druckvollen Rocknummer einstiegen, bewegte sich das Publikum noch wenig. Nach 4 oder 5 Songs waren Band und Publikum jedoch aufgetaucht und die Halle bebte! Die Jungs begannen langsam das Publikum in ihre Show zu integrieren und geben dabei auch ihre Deutschkenntnisse zum Besten. So erklärt Frontsänger Chad zum Beispiel, dass er so gerne auf Deutsch flucht und "geile Scheiße" einer der coolsten Ausdrücke ist, die er je gehört hat.

Mit der LED- und Lichtshow hatten die Jungs ein zusätzliches Ass im Ärmel, dass bei ruhigen Nummern wie "Lullaby" und "Far Away" besonders gut ankam. Einige weibliche Zuschauerinnen waren von den weicheren Tönen der Band so angetan, dass sie ihre Unterwäsche Richtung Bühne warfen. Ein besonders schönes Exemplar hing sogar für kurze Zeit am Mikro des Frontsängers.

Die Songliste war gut durchgemischt, aus jedem Album war etwas dabei, und als die Band nach gut zwei Stunden Bühne und Halle verließ, schien das Publikum mehr als zufrieden.

Julia Kreuzer

Julia Kreuzer | Redakteurin

julia.kreuzer (ät) unimag.at

Studiert Kultur - und Sozialanthropologie an der Uni Wien

Liebt es anderen Ratschläge und Tipps zu geben, kennt die Lösung ihrer eigenen Probleme aber nur selten

Hasst Beistriche und Doppel S fast genauso sehr wie Zahlen

bei UNIMAG seit: September 2012

 

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