BÜCHERBÖRSE

Mädchenschwarm Tom Odell live in Wien

Tom Odell live im Porgy & Bess (c) Elisabeth Voglsam
Tom Odell live im Porgy & Bess

Nachdem Tom Odell bereits am diesjährigen Frequency Festival für den ersten Slot des Tages ungewohnt viele Fans zum Bühnenbereich locken konnte, kam der talentierte Singer/Songwriter am Sonntagabend für ein Konzert im ausverkauften Porgy & Bess nach Österreich zurück. Als Support-Act war der sympathische Australier Jaimi Faulkner mit von der Partie.

Gebannt starrte das Publikum bereits auf die Bühne, als wir kurz nach 20:30 Uhr den Konzertsaal betraten. Jaimi Faulkner aus Australien bot gerade ein beschwingliches Gitarren-Medley verschiedener Coversongs dar, bis er zu seinen eigenen Songs überleitete. Das abschließende Cover "Safe And Sound" von Capital Cities brachte noch einmal einen gewaltigen Stimmungsschub.

Tom Odell, der kommenden Sonntag seinen 23. Geburtstag feiert, aber mindestens fünf Jahre jünger aussieht, betrat schließlich unter wildem Gekreische seiner Fans die Bühne. Konzentriert - fast so, als würde er das Publikum noch gar nicht wahrnehmen - setzte er sich an sein Klavier und eröffnete die Show mit dem Opener "Grow Old With Me" seines Debütalbums "Long Way Down". Bereits beim zweiten Song "Can't Pretend" zeigte der junge Musiker, was für eine Stimmgewalt in ihm steckt, während er voller Leidenschaft in die Klaviertasten hämmerte.

Vor allem weibliche Fans und junge Pärchen, die ihre Plätze in den ersten Reihen mit allen Mitteln verteidigten, fanden an diesem Abend den Weg ins Porgy & Bess. Zwischen den Liedern, in denen Odell nur sehr spärlich Worte an das Publikum richtete, riefen diese ihm immer wieder den Liederwunsch "Storms" zu, dem er dann letztlich auch nachkam. Mit seinem Hit "Another Love" war die Show dann auch schon an ihrem Höhepunkt angelangt, der von einem Smartphone-Meer begleitet wurde, um diesen besonderen Moment für immer festzuhalten.

Als Zugabe wickelte der 22-Jährige seine weiblichen Fans mit einem Cover zu Etta James "I Just Want To Make Love To You" um den Finger, die schließlich bei jedem Hauch ins Mikrofon aufkreischten. Beim letzten Song "Cruel" gab der talentierte Sänger noch einmal alles und warf in völliger Ekstase seinen Mikrofonständer um. Nichts hielt ihn länger auf seinem Klavierhocker fest und so haute er stehend noch einmal kraftvoll in die Tasten. Nach 90 Minuten war der Zauber leider auch schon vorbei. Bitte bald wiederkommen, Mr. Odell!

Bilder: Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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