BÜCHERBÖRSE

Zerplatzte Traumwelt - 11.09.2011

  • geschrieben von Anne-Marie Darok
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32 c dbking-via-flickr Die treibende Kraft der Musik Love Peace und HappinesDie erste Folge einer Reise in die Musikgeschichte. In der nächsten Ausgabe geht es in die glamourösen 1950er.

Es ist spannend, sich mit der heutigen Musikszene zu beschäftigen, denn es ist wichtig, am Zahn der Zeit zu bleiben. Doch in der Vergangenheit liegt der Ursprung der Gegenwart. In diesem Sinne wollen wir nun Monat für Monat gemeinsam den ein wenig versifften Teppich der Musikgeschichte aufrollen.Wir reisen in das Jahr 2001. Genauer gesagt zum 11. September, dem Tag, an dem die New Yorker World Trade Center dem Erdboden gleichgemacht wurden.

 

Musik als Therapeut, Boxkissen und Tröster

32 c Sander Lamme New York I love you but youre bringing me down

Künstler aus vielen Genres konfrontierten die Welt mit ihren Emotionen, die sie in Lieder oder auf Alben gebannt hatten. Trotzdem fehlte allen ein vereinendes Element. Die Lieder plätscherten auf die Bildfläche, doch das kraftvolle Wesen von Protest-und Nachkriegsmusik ließ sich nicht blicken. Dies mag darauf zurückzuführen sein, dass die Kunstwelt in eine Art Schockstarre versetzt wurde, als die Türme zerstört wurden. Von Staub und Traurigkeit überlagert, musste sich New York auf das eigene Aufraffen konzentrieren und die Fixierung der Popwelt verlagerte sich bald auf andere Weltmetropolen.

 

World Trace Center c SpecialKRB Die Zeit der Special Interests

Außerdem kann die Musik schon lange nicht mehr die breite Masse beeinflussen, wie bei dem 1969er Woodstock Festival gegen den Vietnamkrieg, oder bei dem 1985er Live Aid Festival für die Welthungerhilfe. Einige Lieder sind trotzdem empfehlenswert. Zum Beispiel besingt Bloc Party in „Hunting for Witches“ eine Zeit in der die Medien zu manipulierenden Inquisitoren werden. Fakt ist, seit den Anschlägen hält uns etwas in Schach. Es ist das vermeintlich Unbekannte, das sich Terrorismus nennt und vor dem sogar die Musik zurückschreckt.

 

 

 

 

 

Teil 2: Hawaiitoast und Cocktailparties

 

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