BÜCHERBÖRSE

Tim Bendzko - Wien will viel mehr davon

Tim Bendzko live in Wien (c) Elisabeth Voglsam
Tim Bendzko live in Wien

Vergangenen Samstagabend machte Tim Bendzko im Rahmen seiner "Ich steh nicht mehr still"-Tour wie geplant Station im Wiener Gasometer - ganz zur Erleichterung seiner österreichischen Fans, die im Vorfeld bangen und hoffen mussten, dass der Auftritt tatsächlich stattfinden wird. Denn der Singer/Songwriter zog sich Ende Februar eine Mandelentzündung zu und musste bereits einige Tour-Termine in Deutschland verschieben. Von Stimmproblemen war in Wien zum Glück nichts mehr zu hören und so sorgte der Musiker für einen gelungenen Abend mit all seinen Hits.

Als die Lichter pünktlich um 20:30 Uhr ausgingen und Tim Bendzkos Band seinen Platz auf der Bühne einnahm, war die Vorfreude im Publikum bereits groß und steigerte sich noch mehr, als die Stimme des Sängers durch den Saal hallte - von ihm jedoch keine Spur. Einige Momente später betrat Tim Bendzko ohne seine markante Lockenmähne mit schlichtem Kurzhaarschnitt die Bühne und legte mit "Mein Leben ist dein Leben" einen ruhigen Start hin. Bei seinem zweiten Song "Ich steh nicht mehr still" kam aber auch schon Schwung in die Show und der Sänger tanzte unter wildem Mädchengekreische lässig von einem Ende der Bühne zum anderen.

Mit Hits seiner zwei bisherigen Studioalben wie "Nur noch kurz die Welt retten", "Wenn Worte meine Sprache wären", "Am seidenen Faden", "Programmiert" oder "Unter die Haut" ließ die Setlist an diesem Abend kaum Fanwünsche offen. In über zwei Stunden Konzertspaß bot Tim Bendzko ein ausgewogenes Programm, das mitunter eine Cover-Version von Herbert Grönemeyers "Was soll das" enthielt. Auch die Videowalls waren perfekt auf die Show zugeschnitten. Und um das Ganze ein bisschen persönlicher zu gestalten, versuchte der Sänger so oft wie möglich, "Wien" in seine Songtexte einzubauen, was das vorwiegend weibliche Publikum noch mehr in Ekstase versetzte als das bloße Erscheinungsbild des 28-jährigen Musikers.

Auch wenn der Abend bei den diversen Show-Einlagen auf uns etwas einstudiert wirkte und somit bis auf den Grönemeyer-Song kaum Überraschungen bot, konnte Tim Bendzko musikalisch auf ganzer Linie überzeugen. Der Lärmpegel im Wiener Gasometer machte es mehr als deutlich: Wien will viel mehr davon.

Bilder: Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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