BÜCHERBÖRSE

Mit Cloud Boat auf hoher See im Chelsea

Cloud Boat live im Wiener Chelsea (c) Petra Püngüntzky
Cloud Boat live im Wiener Chelsea

Mit Cloud Boat (Homepage) und ihrem Support-Act Malpas (Homepage) bahnten sich am Sonntag, den 2. März 2014, gleich zwei großartige Londoner Duos ihren Weg zu den Wiener Stadtbahnbögen. Beide feierten vor kleinem Publikum im Chelsea ihr Österreich-Debüt und überzeugten mit elektro-melancholischen Klängen.

Cloud Boat wurden ihrem Bandnamen vergangenen Sonntagabend vollkommen gerecht. Denn das Londoner Duo, das sich zwischendurch fast schon wie James Blake anhört und zufälligerweise auch eine gute Freundschaft mit diesem pflegt, macht Musik, die sich live so anfühlt, als würde man gerade auf einem Wolkenboot über das stürmische Meer getragen werden. Schon als die ersten Töne aus "Bastion" erklungen waren, fesselten Tom Clarke und Sam Rocketts ihr neugieriges Publikum und schafften auch mit weiteren Tracks wie "Lions On The Beach" oder "Wanderlust" eine solche Klangexplosion auf der Bühne, dass man während des Auftritts weder wegsehen noch -hören konnte - und das, obwohl die Bühnendekoration so gut wie nicht vorhanden war und selbst die Stage-Beleuchtung auf ein Minimum reduziert wurde.

Dubstep-Rhythmen trafen auf hallendes Akustikgitarrenspiel und Tom Clarkes melancholische und fragile Vocals, die tief unter die Haut gingen und einen nicht mehr loslassen wollten. Nach knapp einer Stunde ging die zugleich wilde und ruhige Fahrt auf dem Wolkenboot mit dem Song "Pink Grin" ihres aktuellen Albums "Book Of Hours" zu Ende. Doch glücklicherweise setzten Cloud Boat ihr Publikum wieder sicher auf festem Boden ab.

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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