BÜCHERBÖRSE

Intimes Klangerlebnis mit Milky Chance

Intime Atmosphäre bei Milky Chance in Wiener Arena (c) Petra Püngüntzky
Intime Atmosphäre bei Milky Chance in Wiener Arena

Das Kasseler Duo Milky Chance ist seit ihrer ersten Single-Veröffentlichung "Stolen Dance" - auf YouTube mittlerweile über 15 Millionen Views - in aller Munde und erobert immer mehr Fan-Herzen. So auch bei ihrem restlos ausverkauften Konzert vergangenen Sonntag in der Arena Wien.

Clemens Rehbein mit seiner rauchigen Stimme, die von seinen erst 21 Jahren nichts bemerken lässt, und der ebenfalls erst 21-jährige Philipp Dausch an den elektronischen Reglern sowie am Keyboard sind DIY-Musiker durch und durch. Für die Veröffentlichung ihres Debütalbums "Sadnecessary", das Ende Mai 2013 erstmals erschien, gründeten sie gemeinsam mit Freunden ihr eigenes Label "Lichtdicht Records". Ihre Musikrichtung lässt sich nicht in eine Schublade stecken, so eigen und individuell ist ihr Stil. Genau das ist es, was Milky Chance ausmacht.

Das Pop-Folk-Duo mit Jazz-, Reggae- und Souleinflüssen schaffte am Sonntag in der Wiener Arena eine angenehme, fast intime Atmosphäre und brachte das eher junge Publikum mit seinen elektronischen Klängen zum Tanzen. Ein landschaftliches Bühnenbild, das durch vorwiegend blaues, gelbes und rötliches Licht in Szene gesetzt wurde (dieses brachte außerdem Clemens' Haarpracht zur Geltung), intensivierte die Atmosphäre. Während bei Songs wie "Flashed Junk Mind", "Stunner", "Stolen Dance" oder "Down By The River" verstärkt Stimmung aufkam, herrschte bei Songs wie "Feathery", das dem Publikum wohl bislang noch unbekannt war, durchschnittliche Stimmung. Für besondere Begeisterung im Publikum sorgte der Gastauftritt von Bandfreund Antonio, der die beiden Jungs mit seiner Mundharmonika begleitete.

Kurzfristige technische Probleme, die gleich nach den ersten Tönen von "Fairytale" auftraten, und die Tatsache, dass das Duo kein Freund von vielen und großen Worten ist, konnten den Abend nicht trüben, sondern ließen die beiden ganz im Gegenteil noch sympathischer erscheinen. Erwähnt sei auch Support James Hersey, der mit ebenfalls elektronisch angehauchten Songs wie "Juliet", "My Whole Life" und "Victoria" bereits vor dem Auftritt von Main Act Milky Chance für gute Stimmung sorgte. 

Bilder: Petra Püngüntzky

Daniela König

Redakteurin & Fotografin

daniela.koenig@unimag.at

Website: www.happytravels-puravida.com | Reisen, Food & Musik


 

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