BÜCHERBÖRSE

Wye Oak präsentierten neues Album in Wien

Wye Oak live im Wiener Chelsea (c) Petra Püngüntzky
Wye Oak live im Wiener Chelsea

Sängerin Jenn Wasner und Multiinstrumentalist Andy Stack - besser bekannt als Wye Oak - waren vergangenen Mittwochabend im Wiener Chelsea zu Gast, um ihr viertes Studioalbum "Shriek" vorzustellen. Als Support kündigte sich die Electro-Pop-Künstlerin Bachelorette aus Neuseeland an, deren Darbietung uns nicht unbedingt vom Hocker riss.

Obwohl das Konzert von Wye Oak als "Early Show" gekennzeichnet war, begann Bachelorettes Set anders als geplant erst um 21:00 Uhr, als sich schon einige Menschen im Lokal tummelten. Die Musikerin entschuldigte sich schon im Voraus für all ihre Fehler, da dies ihr erster Gig seit langem war - und leider machte sich das auch stark bemerkbar. Die Neuseeländerin wirkte sehr unsicher und konnte musikalisch nicht überzeugen. Ihre Electro-Pop-Nummern klangen nicht wie fertige Songs, sondern eher wie ein wildes, unkontrolliertes Herumexperimentieren mit Melodien.

Wye Oak eröffneten ihre Show mit einigen Stücken von ihrer neuen Platte "Shriek", worauf das Publikum noch sehr verhalten reagierte und viel eher Jenn Wasners wilden Kopfbewegungen, die an die Bewegungen eines Wackeldackels erinnerten, Beachtung schenkte. Nichtsdestotrotz lieferten Jenn Wasner und Andy Stack eine mitreißende Live-Performance dieser Songs ab. Als mit "Holy Holy" und "Plains" zwei Klassiker ihres Albums "Civilian" folgten, bekamen die Fans das, worauf sie sehnlichst gewartet haben. Die Menge taute jetzt erst so richtig auf und begann ausgelassen zu tanzen.

Im Verlauf des Konzerts behielten Wye Oak ihren Mix aus neuem und altem Material bei - eine gute Wahl, denn die Konzertbesucher wurden so ausreichend bei Laune gehalten. Obwohl Sängerin und Gitarristin Jenn Wasner ausführlich erklärte, dass es nach dem Cover zu "Running Up That Hill" von Kate Bush und "Civilian", dem Titeltrack des Vorgängeralbums, keine Zugabe mehr geben wird, ließ sie sich bei tosendem Applaus nach den beiden Nummern doch noch dazu überreden, mit "Doubt" eine Solodarbietung zum Besten zu geben.

Alles in allem ein solides Konzert, auch wenn mir persönlich die Interaktion und vor allem gelegentlicher Blickkontakt zwischen Jenn und Andy gefehlt hat. Ihr Auftritt wirkte dadurch recht kühl und distanziert.

Bilder: Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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