BÜCHERBÖRSE

Southside Festival 2014 - Das war Tag 2

Southside Festival 2014 - Das war Tag 2 (c) Petra Püngüntzky

Auch am zweiten Tag des Southside Festivals herrschte wieder traumhaftes Wetter: Die meiste Zeit über konnte man sich auf den etwas kahlen Wiesen die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und gleichzeitig atemberaubenden Acts lauschen. Denn wie schon am Vortag ließ das Line-Up an diesem Tag keinerlei Wünsche offen.

Dass der erste Festivaltag dennoch so seine Spuren hinterließ, machte sich um die Mittagszeit vor den vier Bühnen bemerkbar. So wirklich viele Besucher wollten Marathonmann, Drenge und Co. einfach nicht anlocken, obwohl vor allem Zweitere mit groovigen Drums und harten Gitarrenriffs überzeugen konnten. Die englische Folk-Rock-Band Johnny Flynn & The Sussex Wit hatte da schon leichteres Spiel, denn die melodische Stimme des Sängers Johnny Flynn ging sofort tief unter die Haut.

Für ein brechend volles Zelt bei der White Stage sorgte der britische Newcomer George Ezra, dessen raue und bluesige Stimme Gänsehautfeeling aufkommen ließ. Natürlich durften seine beiden bekannten Songs "Cassy O'" und "Budapest" auf der Setlist nicht fehlen, nach denen der Großteil der Besucher fluchtartig das Zelt verließ. Peinlich, liebes Southside-Publikum! Indes wartete Blaudzun auf der Blue Stage mit einem netten Indie-Folk-Set auf.

Im Anschluss riss Dave Hause auf der White Stage die Menge mit. Obwohl es ständig Probleme mit seiner Gitarre und dem Mikrofon gab, wusste er den Umstand gut zu überspielen. Für ihn und seinen Bruder Tim war es das erste Mal am Southside Festival und sie konnten definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf der Blue Stage waren schließlich The Naked & Famous mit einem zauberhaften Auftritt in der Nachmittagssonne an der Reihe, der viele zum Träumen auf die umliegenden Wiesen trieb, bevor es mit The Subways und The Sounds rockig und laut weiterging.

Flogging Molly bewiesen daraufhin einmal mehr, dass ihre Folk-Punk-Rock-Musik einfach immer perfekt funktioniert und allerorts zum Pogen und Moshen motiviert. Ganz anders verlief es beim ruhigen Set von Angus & Julia Stone. Trotz instrumentaler Unterstützung konnte man im stickig heißen Zelt kaum etwas von der Musik hören, geschweige denn die Zwischenansagen verstehen, weil die aufgestachelten Festivalbesucher es nicht verstanden, dass es genau in diesem Moment an der Zeit gewesen wäre, einfach mal ihre Klappen zu halten.

Ziemlich schade war auch, dass die aus Manchester stammende Band Elbow trotz ihres recht späten Auftritts auf der Green Stage nur wenige Besucher anlocken konnte. Die Scharen kamen erst zu The Kooks wieder, die mit ihren Indie-Rock-Songs wie "She Moves In Her Own Way", "Ohh La", "Seaside" und "Naive" das Publikum in großartige Stimmung versetzten.

Und diese gute Laune sollte auch mit einem gigantischen Auftritt von Casper, der sein Set mit einem fetten Feuerwerk beschloss, den grandiosen Arcade Fire – untopbare Show, die mich einfach nur sprachlos macht – und einem etwas überbewerteten Konzert von Macklemore & Ryan Lewis nicht abreißen. Zu guter Letzt verzauberte mich noch der britische Singer-Songwriter James Blake mit seiner einstündigen Mischung aus Electro, Pop und Dubstep.

Am letzten Tag beehren das Southside Festival unter anderem Künstler und Bands wie Bastille, The Wombats, CHVRCHES, Pixies, Interpol, Kraftklub, Lily Allen und Volbeat

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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