BÜCHERBÖRSE

Homecoming: Erfolgreicher Start in den Herbst

Garish live beim HDM Homecoming 2014 (c) Petra Püngüntzky
Garish live beim HDM Homecoming 2014

Am 20. September ging das Homecoming als herbstliches Pendant zum traditionellen Springbreak-Festival im Haus der Musik über die Bühne. Im verglasten Innenhof gaben sich die drei Indie-Bands Velojet, Gin Ga und Garish ein Stelldichein und sorgten für volles Haus, bevor Kurt Razelli kurz vor Mitternacht noch zu einer Special-Aftershowparty einlud.

Pünktlich um 19:30 Uhr hatten Velojet die zugleich ehrenvolle und schwierige Aufgabe, das Herbstfestival zu eröffnen. Neben ihren größten Hits stellten sie auch Songs ihres aktuellen Albums "Panorama" vor und dem Publikum gefiel diese Mischung sichtlich gut. In den ersten Reihen wurde von der ersten bis zur letzten Minute ausgelassen getanzt; uns wurde das Set zwischendurch dann doch etwas zu eintönig.

Im Anschluss waren Gin Ga an der Reihe, deren Spielzeit vergleichsweise wie im Flug verging. Ob mit neuem Material ihrer Platte "YES/NO", älteren Singles wie "This Is Happening" oder einer Coverversion zu "No Limit" – die Stimmung war sowohl auf der Bühne als auch in den Zuschauerreihen am Überkochen. Besonders schön anzusehen war auch die spürbare Harmonie zwischen den einzelnen Bandmitgliedern.

Garish bildeten den krönenden Homecoming-Abschluss und lieferten erwartungsgemäß ein Song-Highlight nach dem anderen – "Alte Bekannte", "Zweiunddreißig Grad", "Auf den Dächern" und "Spuk" waren nur einige davon. Vor dem großen Finale mit "Wenn dir das meine Liebe nicht beweist", wo es weiße Luftballons auf das Publikum herunterregnete, verzichteten Garish bei "Unglück trägt denselben Namen" auf Verstärker und Mikrofone und nutzten die großartige Akustik des überdachten Innenhofs aus. Gänsehaut!

Für eine Special-Aftershow-Performance wurde schließlich noch Kurt Razelli auf die Bühne gebeten. Der Mann ohne Gesicht – oder besser gesagt der Mann mit Arnold Schwarzenegger Maske – sorgte erst einmal für fragende Blicke in den nur noch sehr spärlich besetzten und männerdominierten Publikumsreihen. Doch nachdem das Konzept seines Auftritts deutlich wurde, das daraus bestand, TV-Clips von extravaganten Zitaten der Politiker, Sportler, Promis und anderer interessanter Menschen in Remixes zu verwandeln, wurde aus der anfänglichen Verwunderung schiere Begeisterung.

Ein Konzertabend mit super Musik aus den heimischen Reihen und einer super Location – eigentlich. Denn der Innenhof heizte sich im Verlauf dieser lauen Nacht so dermaßen auf, dass die Besucher nach jedem Act fluchtartig den Weg nach draußen suchen mussten, um frische Luft zu schnappen. Im Regenfall wäre man über das Glasdach aber bestimmt dankbar gewesen.

Bilder: (c) Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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