TRAINEEPROGRAMME

Paolo Nutini holte uns die Sterne vom Himmel

Paolo Nutini live im Wiener Gasometer (c) Elisabeth Voglsam
Paolo Nutini live im Wiener Gasometer

Schon alleine der Name Paolo Nutini lässt zahlreiche Mädchen- und Frauenherzen höher schlagen. Wenn der 27-jährige Schotte mit italienischen Wurzeln dann auch noch seine Stimmgewalt präsentiert, ist es selbst um die Männer geschehen. Am 17. November 2014 gastierte der schöne Mann mit der noch schöneren Stimme im Wiener Gasometer und präsentierte dort vor begeistertem Publikum sein aktuelles Album "Caustic Love". Ein Konzert, das zum Tanzen, zum Kuscheln und vor allem zum Schmachten einlud.

Bei Paolo Nutini gilt wohl: Gut Ding braucht Weile. Nicht nur müssen seine Fans gerne drei bis fünf Jahre auf ein neues Album ihres Lieblingsschotten warten, auch beim Einlass in die Bank Austria Halle im Gasometer mussten sie am Montagabend viel Geduld mitbringen. Dort ging es nämlich nur sehr schleppend voran, was auch den anschließenden Konzertbeginn um knapp 20 Minuten verzögerte. Doch wie bei seinen großartigen Platten sollte sich auch hier das Warten lohnen.

Eröffnet wurde der Abend mit der Funk-Nummer "Scream (Funk My Life Up)" von seinem aktuellen Studioalbum "Caustic Love", gefolgt von einem weiteren neuen Song, "Let Me Down Easy", und "Coming Up Easy" von der erfolgreichen Vorgängerplatte "Sunny Side Up". Auch wenn Paolo Nutini die gesamte Halle mit seiner soulig raspeligen Stimme wohl locker im Alleingang einnehmen könnte, wie er es auch beim Finalsong des Zugabenblocks – einer Akustikversion von "Last Request" – unter Beweis stellte, machte vor allem seine Band inklusive Bläsern und Backgroundsängern die Nummern zu einem großartigen Live-Erlebnis.

Die musikalischen Highlights folgten kurz vor der Zugabe. Mit einem starken "Pencil Full Of Lead", "No Other Way" und dem grandiosen "Iron Sky", bei dem Charlie Chaplins Rede aus "Der Diktator" eingespielt wurde, begeisterte er seine Fans. Diesen entlockte er auch zahlreiche Ohhh-Rufe, als bei "Candy" die gesamte Halle als eine Art Sternenhimmel beleuchtet wurde. Wie schön. Das größtenteils weibliche Publikum kam aus dem Kreischen nicht mehr heraus. Wir ebenfalls nicht, auch wenn wir uns gewünscht hätten, seine Zwischenansagen mit schottischem Akzent zumindest ansatzweise zu verstehen. Wir sind uns aber sicher, es waren ganz wunderbare Dinge, die er da erzählt hat. Klang zumindest so. Oh, Paolo!

Bilder: (c) Elisabeth Voglsam

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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