BÜCHERBÖRSE

JAJAJA Festival: Hallo aus dem hohen Norden

Sekuoia live am JAJAJA Festival im WUK (c) Petra Püngüntzky
Sekuoia live am JAJAJA Festival im WUK

Vergangenen Freitagabend stattete uns der hohe Norden einen Besuch ab. Im Wiener WUK ging nämlich die erste Ausgabe des JAJAJA Festivals über die Bühne, das eine Erweiterung des seit fünf Jahren sehr erfolgreichen Spot On Denmark darstellte und fünf hörenswerte musikalische Acts aus dem skandinavischen Raum präsentierte, die es hierzulande noch zu entdecken galt. Auf dem Line-Up fanden sich Adna aus Schweden, Sea Change aus Norwegen, Vök aus Island, Noah Kin aus Finnland sowie Sekuoia aus Dänemark wieder. Wir waren für euch mit dabei und haben die Performances bildlich festgehalten.

Adna, die kurzfristig als Ersatz für Elliphant eingesprungen war, leitete den Abend mit einem sehr reduzierten Set ein. Nur mit Gitarrenklängen und ihrer klaren, kraftvollen Stimme, die im völligen Kontrast zu ihren schüchternen, piepsigen Zwischenansagen stand, versuchte die schwedische Künstlerin, das Publikum von sich zu überzeugen. Das gelang ihr anfangs auch ziemlich gut, wäre da nur die Eintönigkeit ihrer Songs nicht gewesen. In Erinnerung blieb uns ihr Auftritt dann aber doch durch gelungene Coverversionen ihrer Landsleute First Aid Kit und Amason. Ähnlich verhielt es sich bei Sea Change, einem Trio aus Norwegen, das trotz netter Visuals und anfänglich guter Stimmung im Zuschauerbereich mit seinen "Electronic Dream Pop"-Nummern schnell langweilig wurde.

Erst Vök, die musikalisch ein bisschen an Björk und The XX und von der Bandkonstellation her an ihre Vorgänger Sea Change – die Sängerin in der Mitte, jeweils ein Mann zu ihrer Linken und zu ihrer Rechten an den Synthies –, konnten die Aufmerksamkeit des sonst so unruhigen Publikums auf sich ziehen und die Menge zum Tanzen bringen. Im Anschluss sorgte Noah Kin für einen kleinen Stilbruch. Zwar passte der Finne mit seiner amerikanisch angehauchten HipHop-Darbietung nicht unbedingt zum restlichen Line-Up, doch wurde er deshalb nicht weniger gefeiert – ganz im Gegenteil. Mittelfinger gingen auf Kommando in die Höhe, es wurde gesprungen und sogar mitgesungen.

Mit Sekuoia aus Dänemark, die den krönenden Abschluss eines gelungenen Festivals bildeten, kehrte man wieder zurück zu elektronischen Klängen. Obwohl ihr Set fast ausschließlich aus Instrumentalparts bestand, zogen sie das mittlerweile tanzwütige Publikum im Wiener WUK völlig in ihren Bann – und das zurecht! Kein Stück glich dem anderem oder folgte einem bestimmten Aufbau. Zum großen Finale stürmte dann Noah Kin noch einmal die Bühne und stellte eine Frage wiederholt in den Raum: "Are you happy now?" JAJAJA, das sind wir!

Bilder: (c) Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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