BÜCHERBÖRSE

Stadtlicht

Die fünf Jungs von Stadtlicht (c) Stadtlicht
Die fünf Jungs von Stadtlicht

Reinen Pop findet man im Radio eigentlich nur selten: mal wird gewiggelt, mal geht es um den Bass, während die einen über die süße Liebe singen, verzehren sich die anderen nach Körpern. Alle nach demselben Schema, derselben Melodie, manchmal schneller, manchmal mit Dub, oft remixed, selten originell. Und doch: So ganz verzichten möchte man doch nicht auf schönen Mainstream. Manchmal entspannt es zu tanzen. Manchmal möchte man die Welt eigentlich vergessen und nur im Auto laut mitsingen. Manchmal tut es gut, eingängigen Klängen zu lauschen. Eine relativ neue Band, die das gar nicht schlecht drauf hat, kann man zwar nicht im Radio hören, dafür aber im Internet und live verfolgen kann, ist Stadtlicht. Die fünf (mehr oder weniger österreichischen) Jungs singen zwar auch über Liebe, Leben, Frustration und Freude, jedoch abseits von Swift-Shake oder Derulo-Drums. Die (deutschen) Texte drücken das aus, was uns beschäftigt.

Es geht um Wien. Geschichten von früher, langjährige Liebe oder die Zukunft. Mit viel Klavier, Akustik-Gitarre und Detailverliebtheit treffen die Songs den Nerv unseres Alltags. Schließlich sind dann auch noch die Nummern, bei denen man nicht mehr stillsitzen kann. Und während sich der Körper zu den Beats bewegt, fragt man sich, wo denn dieser Pop im Radio geblieben ist? Zu Mainstream für FM4, zu originell für Ö3? Wahrscheinlich. Aber bis sich das entscheidet, sollte man definitiv zu den Konzerten gehen oder das Album (gratis) aus dem Internet laden. Der Pop ist tot. Es lebe der Pop.

 

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