BÜCHERBÖRSE

Coldplay – „Mylo Xyloto“

  • geschrieben von Lukas Fischnaller
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Coldplay c EMIDas fünfte Studioalbum der Britpopper – ‚my-lo zy-letoe‘ ausgesprochen – steht seit Oktober im Plattenregal. Ähnlich wie „Viva la Vida“ ist es ein durchaus vielschichtiges Album mit atmosphärischen Spielereien.

 

Die Ouvertüre der 14 Tracks umfassenden Platte heißt ‚Mylo Xyloto‘ – mit sphärischen Instrumentalklängen, die gleich an ‚Hurts Like Heaven‘ anschließt: der garantierte Opening Track der nächsten Tour. Bei ‚Paradise‘ kombinieren die Jungs Melancholie mit großem Refrain. ‚Charlie Brown‘ ist irgendwie belanglos, auch das Arrangement überzeugt kaum. Ganz anders bei ‚Us Against The World‘: Eine grandiose Ballade mit minimalistischen und sehr fragilen Akustikelementen. ‚M.M.I.X.‘ bildet das Intro zu ‚Every Teardrop Is A Waterfall‘, dessen Melodie äußerst eingängig ist. ‚Major Minus‘ ist eine solide Nummer und erinnert an die Anfänge. Mit ‚U.F.O.‘ gibt es endlich eine Nummer, die Chris Martins Vocals in den Vordergrund stellt. Am Ende findet sich das Intro zu ‚Princess Of China‘ mit Rihanna. Die Stimmen harmonieren unerwartet gut.

 

Musikalische Experimente

 

Im Track ‚Up In Flames‘ verschwimmen Elektronikbeats mit Klavierakkorden. Zeitlos und eine absolute Perle. Es folgt ein kurzes Intermezzo mit ‚A Hopeful Transmission‘. Der wohl rockigste Titel ist ‚Don’t Let It Break Your Heart‘. Mit der Ballade ‚Up With The Birds‘ gibt es nochmal Herzschmerz vom Feinsten. Die Synthie-Arrangements und die Wende in der Mitte des Liedes schließen die Platte.

 

Mylo Xyloto hat viele gute - aber auch weniger gute Momente. Der Einfluss von Brian Eno ist unüberhörbar – das Album ist sehr experimentierfreudig mit vielen Details, die teilweise zu sehr in den Vordergrund rücken. Man hört nur bedingt die zerbrechliche Einfühlsamkeit und Intimität der ersten Stunde, trotzdem noch schöne Melodien.

 

 

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