BÜCHERBÖRSE

We Walk Walls: "Jede Band braucht einen Sticker!"

We Walk Walls im Interview (c) Matthias Hombauer
We Walk Walls im Interview

Die österreichische Indie-Formation We Walk Walls hat gerade erst ihr zweites Album "Opportunity" herausgebracht! Wir haben uns mit den Bandmitgliedern Silvio und Patricia ausführlich darüber unterhalten, wie es entstanden ist, warum Bandsticker cool sind, was ihnen beim Amadeus Award klar geworden ist und wieso man in Deutschland unbedingt pünktlich auf der Bühne stehen sollte. Viel Spaß beim Lesen!

UNIMAG: Am 12. Juni erscheint euer zweiter Longplayer. Was hat sich bei euch seit dem ersten Album verändert und was ist von eurer neuen Platte zu erwarten?

Patricia: Man kann auf jeden Fall erwarten, dass wir seit unserem ersten Album gewachsen sind. Sowohl vom Sound als auch von den Arrangements her, es ist breiter und epischer geworden. Man merkt, dass wir uns gegenseitig mehr Freiheiten gelassen haben, dass es von der Musik und vom Thema her etwas langsamer und ernster geworden ist.

Wie lange habt ihr daran gearbeitet?

Silvio: Schwer zu sagen. Die Songs haben über ein Jahr gebraucht, um sie fertig zu bekommen. Bei manchen ging es natürlich schneller, aber insgesamt kann man sagen, dass der Aufnahme- und Songwritingprozess ein Jahr gedauert hat. Im Studio waren es dann ein paar Monate, in denen wir wirklich nur aufgenommen haben.

Patricia: Wenn man als Gegensatz dazu unser erstes Album hernimmt: Da haben wir natürlich länger an unseren Songs geschrieben, weil wir eine ungesignte Band waren, wo uns sonst nichts reingearbeitet hat. Damals war der Aufnahmeprozess zwei Wochenenden.

Wie habt ihr es geschafft, so schnell einen Plattenvertrag zu kriegen? Es gibt Bands, die jahrelang gute Musik machen und trotzdem auf keinen grünen Zweig kommen.

Silvio: Bevor wir überhaupt mal live als Band aufgetreten sind, haben wir eine CD aufgenommen. Wir haben qualitativ einen sehr, sehr hohen Anspruch an uns selbst gestellt. Somit hat das Produkt glücklicherweise ausgereicht. Wir haben die CD an ein paar Labels geschickt und eine positive Antwort zurückbekommen.

Patricia: Bei uns war es quasi so, dass alles schon fertig war, als wir uns beim Label gemeldet haben. Wir hatten ein visuelles Konzept, Fotos, Demo-Aufnahmen, Musikvideos ...

Silvio: Es war einfach schon etwas da, mit dem das Label arbeiten konnte.

Patricia: Und sie haben gewusst, dass wir es ernst meinen. Das war, glaube ich, das Wichtigste.

Wie seid ihr denn dazu gekommen, zusammen als Band Musik zu machen?

Silvio: Wir kommen alle aus anderen Bandprojekten bzw. aus dem Musikbereich, und bei jedem von uns war und ist das Bedürfnis da, kreativ zu arbeiten. Ob das jetzt die Musik ist oder andere Bereiche betrifft, das variiert je nach Tagesverfassung. Es liegt einfach in unserer Natur, kreativ zu arbeiten.

Ihr habt für euer Album mit Produzent Christoph Mateka zusammengearbeitet. Wie war die Zusammenarbeit und welchen Einfluss hatte diese auf eure Musik?

Patricia: Die Zusammenarbeit war total relaxt. Vom Einfluss her hat er ein bisschen mehr Elektronik reingebracht, bei "Little Lies" hatte er zum Beispiel ziemlich großen Einfluss auf das letzte Drittel des Songs. Da schlagen mehr diese Synthesizer und Techno-Rhytms rein. Er ist ja auch Soundtechniker, deswegen hat er mit unserem Sound sehr viel experimentiert. Zum Beispiel die Michael-Jackson-Aufnahmemethode für die Stimme (lacht).

Im Herbst wollt ihr in Österreich und Deutschland auf Tour gehen. Wo geht es da ungefähr hin und freut ihr euch schon drauf?

Silvio: Wir freuen uns irrsinnig drauf. In Deutschland geht es erstmal nach Hamburg, Bremen und so, also eher weiter rauf. Und in Österreich klappern wir die Bundesländer ab, also spielen die größeren Städte durch.

Irgendwelche besonderen Wünsche?

Silvio: Äh, Wünsche?

Patricia: Ja! Motiviertes Publikum! Es ist wirklich egal, wo man spielt, wenn die Leute mitmachen und Spaß haben, dann bleibt das einem für immer in Erinnerung! (Silvio stimmt zu.)

Ihr habt ja jetzt schon mehrmals in Bremen gespielt, oder?

Silvio: Wir waren einmal in Bremen, haben aber zweimal da gespielt. Das war wirklich sehr klasse. Es war ein relativ kleines Konzert in kleinem Rahmen. Aber die Leute waren irrsinnig gierig, sie sind auch immer auf uns zugekommen und es war ein sehr intensives Erlebnis. Das hat man auch bei uns gemerkt. Ich persönlich finde es nicht so wichtig, dass man sehr viel mit dem Publikum interagiert, aber da ist es einfach passiert, weil die Leute es wollten, gefordert haben und einfach gut drauf waren.

Patricia: Es gibt auch eine andere Sichtweise auf uns als Band, weil wir aus Österreich sind und dadurch ein bisserl exotisch wirken. (lacht)

Silvio: Und was ich gemerkt habe: Bei uns ist es ja völlig normal bei einem Auftritt, dass die Stagetime eigentlich 21.00 Uhr ist, man aber erst um 21.15 Uhr oder 21.30 Uhr auf die Bühne kommt. Bei den Deutschen – keine Chance, wirklich. Wir hatten davor noch ein Interview, es ist sich nicht ganz ausgegangen und der Booker hat uns dann gebeten, uns zu entschuldigen. Das haben wir dann gemacht, aber die Leute haben eh total entspannt reagiert. Bei uns ist es im Grunde nicht schlimm, wenn du mal eine Viertelstunde nach Stagetime auf die Bühne kommst. Keiner erwartet, dass du pünktlich beginnst.

Plant ihr noch Festivalauftritte im Sommer?

Patricia: Nächsten Sommer. Dieses Jahr wahrscheinlich eher nicht. Da werden wir uns eher mit Deutschland beschäftigen. Wir werden schauen, dass wir noch mehr Auftritte dort bekommen oder auch mehrere in Hamburg. Das reicht für den Sommer, denn dann müssen wir uns schon auf unsere Auftritte in Österreich vorbereiten.

Ihr studiert und arbeitet noch nebenbei. Wie bringt ihr das alles unter einen Hut mit der Musik?

Patricia (überlegt): ... weniger Freizeit. (lacht)

Silvio: Es ist eigentlich alles machbar, man muss es nur gut timen. Es ist natürlich immer eine Gefahr, auf zwei Hochzeiten zu tanzen, aber das kennt jeder, der mindestens zwei Sachen macht. Es liegt ganz klar an der Planung und man muss eben Prioritäten setzen. Man hat dann vielleicht nicht mehr Zeit, sich am Donnerstagabend "Germany's Next Topmodel" anzuschauen, sondern steht im Proberaum oder lernt. Der Tag ist ja relativ lang und man bringt auch viel unter. Und es macht ja auch Spaß. So geht das dann schon, es ist nur Time-Management.

(An Silvio) Gibt es dieses Jahr wieder ein Weihnachtsgedicht von dir?

(Beide lachen) Silvio: Wahrscheinlich schon.

Patricia: Haben wir das je veröffentlicht?

Silvio: Sicher! Natürlich!

Das konnte man gewinnen!

Patricia: Es hat auch jemand gewonnen, aber sie hat sich nie gemeldet.

Silvio: Doch, ich hab es ihr geschickt!

Patricia: Aber hat sie sich gemeldet? Nein!

Silvio: Weiß ich nicht mehr...aber ja, es gibt eines. Vielleicht wird es kein Weihnachtsgedicht, sondern ein Neujahrsgedicht, wer weiß. Oder ein Silvestergedicht.

Patricia: Ich würde gerne an Autogrammkarten arbeiten. Ich finde, wir sollten die Merchandise-Schiene ein bisschen aufbauen und auf die kreativen Wege gehen.

Silvio: Die Autogrammkarte ist in den vergangenen Jahren ein bisschen ... (alle lachen) ... verschwunden.

Patricia: Ja, wir und Helene Fischer.

Silvio: Aber mal Spaß beiseite. Es ist vielleicht ganz interessant, wenn wir gerade von Merch sprechen. Es ist ja oft so, dass alles auf Visuals und Musik bezogen ist. Das kommt bei uns auch irgendwie zusammen. Aber es geht noch viel weiter. Jeder kreative Output, und dazu gehört das Merchandising, trägt dazu bei, das kreative Bild einer Band nach außen zu tragen. Deswegen sind solche Sachen natürlich auch sehr wichtig. Ein Sticker sollte das Ganze ja auch optisch einfangen können.

Patricia: Das war die schönste Umschreibung, warum man als Band einen Sticker braucht. (alle lachen)

Ihr wart im Herbst Support von Warpaint. Wie war das für euch und was habt ihr von dem Abend mitgenommen?

Silvio: Auf der großen Bühne in der Arena zu spielen war ein Erlebnis, dass man nicht so schnell vergisst. Es war auch einfach voll. Es ist als Vorband immer so eine Sache, dass es die Situation geben kann, dass das Publikum einfach den Hauptact sehen will. Zurecht natürlich. Ich hab aber den Eindruck gehabt, dass es bei uns nicht der Fall war und die Leute dabei waren.

Patricia: Da haben wir voll Glück gehabt! Wenn du als Vorband in der Arena spielst, kann es sein, dass du vor leerer Halle spielst, weil alle draußen stehen und rauchen. Was für uns auch was völlig Neues war, war die Größe der Bühne. Da haben wir gemerkt, dass wir irgendwann ein Banner für hinten brauchen.

Silvio: Was auch interessant ist, sind die Abläufe. Warpaint sind mit einem riesigen Bus eingefahren, da muss alles frei sein und ja keiner stehen, selbst wenn deren Techniker durchgeht. Das ist zwar nicht die Oberliga, aber eine ziemlich hohe Liga. Es ist sehr professionell und davon kann man nur lernen.

Habt ihr von ihnen ein Feedback bekommen?

Patricia: Nein, aber wir haben von ihrem Techniker Feedback bekommen. Das war cool, denn es war eine internationale Crew aus London, die uns zugehört hat. Das fand ich schmeichelnd, ehrlich gesagt. Die Musiker selbst waren Backstage.

Ist Wodka-Makava immer noch das Bandgetränk oder gibt es da was Neues?

(Beide sind entzückt) Patricia: Du hast wirklich gut recherchiert! Wodka-Makava!

Silvio: Es steht nach wie vor ganz weit oben auf der Bandgetränkeliste! (Patricia stimmt zu) Aber mal schauen, was den Sommer daherkommt.

Patricia: Ich bin dafür, dass wir die Liste reinnehmen, wo drinsteht, was wir essen und trinken wollen.

In Deutschland gibt es aber kein Makava.

Patricia: Oh, stimmt! Aber da nehmen wir dann Club Mate. Das schmeckt ähnlich, nur nicht ganz so zitronig. Das könnte auch gehen.

Ihr wart im vergangenen Jahr für den Amadeus nominiert. Die ganze Veranstaltung steht ja immer wieder in der Kritik. Wie seht ihr das, nachdem ihr da dabei wart?

Silvio: Das ist eine sehr interessante Frage. Wir reden da eigentlich sehr gerne drüber (lacht).

Patricia: Ich glaube, man freut sich, selbst dabei zu sein, aber hinterfragt es gleichzeitig auch wieder.

Silvio: Man merkt einfach – das hast du, glaube ich, zu mir gesagt (an Patricia) – dass wir uns in einer Blase befinden. (Sie stimmt zu.) Das wird an so einem Abend einfach total offensichtlich. Ich will gar nicht über die Veranstaltung schimpfen, die geben sich bestimmt Mühe, dass alles organisiert ist, und es funktioniert bis zu einem gewissen Grad ja auch. Aber man sitzt da und schaut sich irgendeinen Auftritt von irgendeiner Schlagerfrau an, wie sie ihren Rock runterreißt und nur noch im Slip dasteht. Dann fragt man sich: "Was mach ich eigentlich hier?" (lacht). Man darf nicht auf's Klo gehen während der Aufzeichnung. Versteh mich nicht falsch, prinzipiell ist es ganz wichtig, dass Österreich einen Musikpreis hat. Aber man sollte mal überlegen, in welchem Rahmen man den verteilt und ob man sich nicht auch genremäßig ein bisschen überlegt.

Patricia: Dieses Jahr habe ich zum Beispiel überhaupt nichts vom Amadeus Award mitbekommen.

Silvio: Naja, außer den Gabalier ...

Patricia: Ich fände es wichtiger, dass es kleine Festivals für kleine Bands gibt. Dort sitzen alle nur in ihrem Raum, der nur für spezielle Leute zugänglich ist. Sie klopfen sich auf die Schulter und applaudieren sich gegenseitig, "ur super Video", "voll guter Song" – und dennoch hilft das der Musikszene nicht weiter. Da fände ich es interessanter, das Geld oder den Aufwand in etwas zu investieren, das viel mehr Musik in die Öffentlichkeit bringt.

Silvio: Genau. Im Grunde hast du dann die Christina Stürmer – nichts gegen sie – aber sie gewinnt dann den 6. Amadeus, den stellt sie sich daheim irgendwo hin. Dann sagt der Gabalier, dass er ...

Patricia: ... dass es keine Titten sind, sondern Berge mit kleinen Heuballen drauf.

Silvio: Ihr wisst ja eh alle, was er gesagt hat. Da schreibt dann die Krone drüber und das ist super für den Gabalier und die Christina Stürmer. Aber die hundert anderen, die da nominiert sind, gehen einfach komplett unter. Das ist traurig.

Wäre es für euch überhaupt denkbar, dass ihr bei einem Vorentscheid für den Eurovision Song Contest teilnehmt? Oder ist das einfach die falsche Bühne für euch?

Patricia: Das ist lustig, dass du das jetzt fragst. Wir wurden quasi gefragt, ob wir mitmachen wollen – wie viele andere auch. Aber das war halt nicht das Richtige für uns.

Silvio: Es is afoch a Bledsinn!

Patricia: Es repräsentiert nicht das, was wir von Musik denken. Deswegen machen wir das nicht.

Silvio: Wie Patricia gesagt hat, sind alle gefragt worden. Alle! Die gesamte Indie-Szene ist abgegrast worden. Und wer war dabei? Irgendwer. The Makemakes, die einfach nicht die momentane österreichische Szene repräsentieren. Das ist aber auch vollkommen okay, weil sie etwas anderes repräsentieren. Und zwar genau das, was so eine riesige Veranstaltung ausmacht. Und das ist der Grund, warum wir nicht dabei sind. Das ist auch der Grund, warum Bilderbuch da nicht dabei sind. Es ist der Grund, warum alle anderen nicht dabei sind. Es ist aber interessant, dass Johann Sebastian Bass da mitgemacht haben, weil die ja eigentlich aus der Szene kommen.

Patricia: Ja, aber die sind auch irgendwie schräg, das passt zu denen.

Ihr arbeitet viel mit Videoproduktionen und Visuals. Wie macht ihr das denn, wenn ihr bei Tageslicht auftretet?

Silvio: Bei Tageslicht? Wir hassen das Tageslicht! (alle lachen) Nein, es geht schon. Die Visuals würden draußen anders aussehen, aber auch funktionieren. Man kann das schon übertragen, aber man muss halt mit den Gegebenheiten arbeiten. Wir brauchen ja nicht nur Visuals, wir können auch mit LED oder Bühnenlicht arbeiten.

Patricia: Es ist bei vielen Locations eh noch ein bisschen ein Problem mit Visuals aufzutreten, weil die vom Equipment nicht so darauf ausgelegt sind.

Habt ihr für die Lieder auch immer gleich eine visuelle Umsetzung?

Silvio: Man kann schon sagen, dass es für jedes Lied einen vorgefertigten Film gibt. Der wird vom Live-Techniker abgespielt, kann aber auch live modifiziert werden. Bei der nächsten CD wird es auch so sein, dass er sich rhytmisch an unsere Geschwindigkeit anpasst. Das heißt, wir sitzen wirklich zu Hause, hören uns die Lieder an und generieren Material am Computer. Wir versuchen es inhaltlich und musikalisch – in Verbindung mit Visuals – auf eine neue Ebene zu heben.

Patricia: Wir können den Leuten damit noch eine neue Möglichkeit geben, den Song zu erleben.

Wie viele Songs habt ihr am Ende für ein Album gemacht? Oder sind es wirklich nur die, die dann auch am Ende drauf sind?

Silvio: Wir probieren natürlich viel herum. Man nimmt Demos einfach mal mit dem Handy auf, hört sich das zu Hause an und sagt dann entweder, es ist Blödsinn oder es kommt meistens irgendwann der Punkt, an dem wir sagen: "Hey, das funktioniert ziemlich cool seit mehreren Proben! Das machen wir fertig!" Wenn es soweit ist, ist es sehr, sehr selten, dass wir ein Lied wieder verwerfen. Man kann schon sagen, dass die Lieder des Albums durch eine Art Sieb gelaufen sind. Daraus bildet sich ein Grundstock aus Songs, die sich auf diese Weise als würdig erweisen.

Patricia: Wir haben so eine Kollektion aus Jam-Stückchen, die irgendwann einmal zu Songs weiterverarbeitet werden können. Da haben wir auch reingehört vor dem Album und ein paar Sachen rausgenommen. Es sind auch Dinge neu dazugekommen, die nicht für das jetzige Album verwendet wurden, aber vielleicht für's nächste.

Silvio: Man schreibt ja immer. Es ist für uns als Jam-Band auch schwer zu sagen: "Jetzt machen wir keine Lieder mehr!" Wenn wir in den Proberaum gehen, dann spielen wir einfach.

Patricia: Was man lernt in einer Band: Alles aufnehmen! Du merkst dir nichts! Man geht kurz raus, raucht eine Zigarette, trinkt Wasser – und es ist alles weg. Man muss alles dokumentieren. Aber wir haben zum Glück auch gar keinen Druck beim Songwriting.

Silvio: Man muss versuchen, so entspannt wie möglich an die Situation zu gehen. Ich glaube nicht unbedingt, dass sich durch Druck und Stress die Qualität heben lässt. Aber wir brauchen Deadlines. Vor kurzem sind wir gefragt worden, wann denn unser Lied fertig ist, aber dieser Punkt ist einfach überhaupt nicht greifbar für uns. Wir könnten da ewig herumdoktern. Deswegen ist es gut, einen groben Zeitplan zu haben.

Im Musikvideo von "Little Lies" ist ein Gesicht zu sehen, dass irgendwie ziemlich verpixelt wirkt. Das ist so gewollt, aber im ersten Moment habe ich gedacht, es liegt an meiner Internetverbindung. Aber wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Silvio: Das Video ist inspiriert von surrealistischen Filmemachern aus den 60ern und 70ern. Da gibt es die Verwandlung von einer Person in die nächste. Darauf wollten wir anspielen. Es ist also schon Absicht und kein Bildfehler (lacht). Aber ich freue mich sehr, wenn ich so etwas höre. Es ist ja total interessant, wenn man noch ein zweites Mal hinschauen muss. Bei der CD muss man vielleicht auch ein zweites Mal hinhören, um zu verstehen, was die Songs aussagen.

Vielen Dank für das nette Interview!

Jan Wälder


studiert eigentlich Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, belegt aber gerne auch den ein oder anderen Skandinavistik-Kurs.

 

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