BÜCHERBÖRSE

Take That überzeugten im Gasometer

Take That live im Wiener Gasometer © Elisabeth Voglsam
Take That live im Wiener Gasometer

Take That are back for good! Am 9. Oktober 2015 beehrten die – nach dem (Wieder-) Aussteig von Robbie Williams verließ mittlerweile auch Jason Orange die Band – den Wiener Gasometer. Aber egal, ob zu fünft, zu viert oder zu dritt: Take That wissen, wie sie ihr Publikum glücklich machen können.

Auch wenn vor dem Konzert Unmut über die Verlegung des Konzertes von der Stadthalle in den Gasometer laut wurde, wurden die drei Mitt-Vierziger um kurz vor 21:00 Uhr doch mit frenetischen Applaus begrüßt. Und immerhin: Der Gasometer war mehr als nur gut gefüllt. Die Setlist umfasste ein Best Of der (mit einer längeren Unterbrechung) 25-jährigen Bandgeschichte. Nicht nur alte Klassiker wie "Pray" (mit der berühmten original Choreographie aus den 90er-Jahren!), "Never Forget" oder – wie könnte es anders sein – "Back For Good" standen auf dem Programm, auch viele der neueren Songs fanden ihren Platz. Immerhin hat die Band seit ihrer Wiedervereinigung bereits vier Alben veröffentlicht – und damit bereits mehr als vor der Trennung im Jahr 1996. Deshalb war sogar ein Großteil des Konzertes für neuere Songs reserviert, was zwischendurch dann doch bei großen Teilen des Publikums für leichte Langeweile sorgte. Doch immer, wenn die Langeweile Überhand zu nehmen drohte, griffen Take That in die Trick-Kiste und kramten wieder einen Klassiker hervor. Schade nur, dass Song wie "A Million Love Songs" oder "Babe" – immerhin ein Allzeit-Favorit vieler Fans – nur als Medleys angespielt wurden.

Dass Take That keine jungen Burschen mehr sind (auch, wenn sie immer noch fit und jugendlich wirken), merkte man vor allem daran, dass sie im Gegensatz zu früher viel weniger tanzten und sich dafür mehr auf die Musik konzentrierten und fast durchgängig zumindest einer ein Instrument spielte. Obwohl neuere und eher unbekannte Songs im Vordergrund standen, war das Konzert ein gelungener Abend mit einer Portion Nostalgie sowie soliden, neuen Pop-Songs.

Drei Dinge haben sich gegenüber früher immerhin nicht verändert: Take That-Fans kreischen wie pubertierende Jugendliche, Mark Owen hat seinen Spitzbuben-Charme immer noch nicht verloren und Gary Barlow wird auch im Alter kein besserer Tänzer mehr.

Bilder: © Elisabeth Voglsam

Elisabeth Voglsam

Ressortleiterin Musik & Events
Fotografin & Redakteurin

Twitter: @EVoglsam
Instagram: vogigram_vie

elisabeth.voglsam (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2012

Webseite: www.flickr.com/photos/lilacsky
 

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