BÜCHERBÖRSE

Enno Bunger: "Will man Parallelgesellschaften? Dann wählt die FPÖ!"

Schreit jetzt auch, hat aber mit uns ganz normal geredet: Enno Bunger. © Benedikt Schnermann
Schreit jetzt auch, hat aber mit uns ganz normal geredet: Enno Bunger.

Enno Bunger hat vergangenen Freitag im B72 gespielt. Wir hatten schon im Vorfeld die Gelegenheit, mit ihm ein Interview zu führen. Was er über seine neue Platte "Flüssiges Glück", Konzerte in Österreich, Sebastian Madsen, die "Wegseh-Gesellschaft" und seine mehr oder minder erfolgreiche Schulzeit zu sagen hatte, könnt ihr im folgenden Text nachlesen.

UNIMAG: Du spielst sehr oft in Österreich Konzerte – also eigentlich jedes Jahr, vor genau einem Jahr sogar eine eigene Tour. Wie kommt das? Bei einigen anderen Bands aus Deutschland hört man eher, dass es irgendwie nicht auf dem Schirm bzw. zu teuer ist.

ENNO: Teuer ist es schon, weil ich letztes Mal auch so eine teure Produktion hatte. Es ist auch dieses Mal wieder ziemlich teuer, aber es ist tatsächlich ein persönliches, privates Vergnügen. Ich spiele so gerne in Österreich. Es gibt ja immer Bands, die sagen "Oh, it's so good to be here" und bla, aber bei mir ist es wirklich so, dass wir uns immer freuen, in Österreich zu spielen. Wir haben auch erst das Acoustic Lakeside bekannt gegeben, auf dem wir im Sommer spielen. Es ist einfach immer schön, hier zu sein, und ich muss auch nochmal privat hier Urlaub machen. Ich verbinde am liebsten die beiden Sachen, die ich am liebsten tu: Reisen und Musik machen. Und das eben auch gerne in Österreich. Wenn man Musik macht, kann man natürlich nicht ganz so weit rumkommen. Aber ich mag es unglaublich gerne und es ist für mich auch irgendwie Pflicht und Vergnügen.

Zum Acoustic Lakeside: Wie unterscheidet sich deine Akustik-Show von einer normalen? Oder kann man sich das dann so vorstellen wie bei den TV Noir-Auftritten?

ENNO: Das ist dann natürlich schon runtergebrochen. Im Moment sind wir mit der aktuellen Show eine Reisegruppe von sieben Personen, mit Techniker und Lichtshow. Wir sind fünf auf der Bühne. Viele Instrumente, Keyboards, Synthesizer und so weiter. Es ist ein sehr buntes Programm und jetzt auch mit vielen elektronischen Elementen, was sehr Spaß macht. Beim Acoustic Lakeside gibt es dann aber auch viel Sound, den man unpluggend spielen kann, was auch sehr viel Spaß macht.

Bei der aktuellen Tour spielst du 14 Auftritte in 16 Tagen. Wie hälst du das durch?

ENNO (lacht): Das habe ich mich auch gefragt. Zumal es dieses Mal ein noch härteres Pensum ist, weil wir einfach mehr Programm haben. Das sind dann schon zwei Stunden. Es ist jetzt leider etwas weniger Rock'n'Roll. Aber es ist schön, dass man das überhaupt machen darf. Da muss man dann halt auch mal ein paar Abende nüchtern bleiben, das ist dann einfach so (lacht). Meistens geht das schon. Das einzige, was am Ende versagen kann, ist meistens die Stimme. Man muss da auch ein bisschen aufpassen. Ich habe ein paar Songs, wo ich ein wenig schreie. Da muss ich schauen, dass ich mich am Anfang der Tour nicht gleich komplett verausgabe. Aber als ich im Studio war und aufgenommen habe, hatte ich glücklicherweise einen Gesangscoach, der ganz gut im Schreien ist – und zwar Sebastian Madsen. Der war parallel beim Aufnehmen seiner Platte da und ich hab ihn dann mal nach ein paar Tipps gefragt. Er meinte: "Schrei doch einfach mal!" und das hab ich gemacht (lacht).

Deine Stimme ist auf dem neuen Album auch ein wenig tiefer, zumindest kam mir das so vor.

ENNO: Dass sie tiefer ist? Ja, ich mag so eine tiefe Stimme. Das geht in Richtung Bariton, denke ich. Ich hätte auch gerne eine noch tiefere Stimme, als ich sie habe, weil ich es beim Singen manchmal ganz gerne habe, wenn man entspannt singt. Das fühlt sich angenehmer an, als wenn jemand die ganze Zeit so nöselt und pathetisch wird, damit er zeigt, dass er singen kann. Für mich sind Text und Musik entscheidend, ich nehme mich als Sänger gerne auch mal zurück, da der Text wichtiger ist.

Enno Bunger war ja ursprünglich eine Band, inzwischen bist du alleine. Wie hat sich das Dasein als Musiker für dich dadurch verändert? Auf der Bühne stehen ja meistens noch mehr Musiker als früher.

ENNO: Ich wurde alleine geboren und mache mein Leben lang Musik. Ich habe ab 2005 – also bevor ich 2007 das Trio gegründet habe – auch schon ganz viele Solokonzerte gespielt. Es ist in der Musik oft wie in einer Beziehung. Es muss nicht mit einem Knall enden, aber man stellt sich am Ende die Frage: "Wie lebt man davon? Ist das wirklich DAS Ding für alle drei?" Das zeigte sich 2012 ein wenig mit einer Krise. Da hatten wir viel Geld in ein Album gesteckt und es lief zunächst nicht so. Wir haben daraufhin beschlossen, die Band aufzulösen. Und dann lief es. Das war natürlich ein bisschen makaber, aber es war auch nicht mehr aufzuhalten, weil es schon beschlossen war. Ich habe im Anschluss sehr viele Solokonzerte gespielt und viel verändert – auch musikalisch. Ich konnte entsprechend Konzerte spielen und diese den Läden anpassen, in denen ich gespielt habe. In kleinen Läden mit kleiner Band und in großen Läden mit großer Band. Es war dann auch möglich, mal einfach solo oder zu zweit zu spielen, das war früher einfach nicht drin. Es war früher zum Beispiel auch in Läden problematisch, wo das Schlagzeug nicht reingepasst hat. Man hat einfach den Text nicht mehr verstanden oder die PA war zu leise, das ist dann nicht so sinnvoll manchmal.

Im Musikvideo zu "Neonlicht" fahrt ihr nachts in einem Boot über die Elbe. Kann man das einfach so machen oder braucht man da eine Genehmigung?

ENNO: Nö, das haben wir einfach gemacht. Das war so ein bisschen Rock'n'Roll. Da haben wir einfach gedacht: "Komm, fahren wir raus." Wir haben natürlich nicht einfach ein Boot geklaut, das war im Vorfeld abgesprochen. Eine Drehgenehmigung brauchten wir da aber, glaube ich, nicht (lacht).

Du hast deinen Sound auf deinem aktuellen Album im Vergleich zu früher oft viel elektronischer gestaltet und verändert, du sprichst oft und singst nicht mehr so viel. Was hat dich dazu bewogen, so einen Schnitt in dein Schaffen einzubringen? Musstest du dich da auch ein wenig überwinden?

ENNO: Am Anfang der Platte hatte ich zwei neue Songs. Das war "Scheitern", das erste Stück, und "Am Ende des Tunnels", das vorletzte Stück. Der elektronische Beat bei "Scheitern" – ein wenig von The XX oder The Acid inspiriert – stand "Am Ende des Tunnels" gegenüber, der ein klassischer Singer-Songwriter-Song ist – eher von Bob Dylan oder Billy Joel inspiriert. Da habe ich gemerkt, dass das Album sehr unterschiedlich wird und ich jetzt alles machen kann, was ich je machen wollte. Das habe ich dann auch getan. Ich habe einfach von Lied zu Lied gedacht und überlegt, was welcher Song braucht. Es gibt einige Stücke, die sehr elektronisch geraten sind, es gibt aber auch Stücke, bei denen ich ein bisschen Rock mache. Das ist für mich so ein Hardland-Rock in Springsteen'scher Tradition gedacht. Für mich war erlaubt, was mir gefällt. Ich habe nicht gedacht, dass ich einem Genre verhaftet bin. Ich will auch nicht mein Leben lang immer nur ein Lied singen. Für mich war klar, wenn ich das schon so mache, dann kann ich in einem Lied auch mal rappen oder so (lacht). Ich habe mich da einfach total entfaltet. Es war für mich auch ein großer Befreiungsschlag, das mal so auszuprobieren. An einem Abend gefällt mir das Eine besser, am anderen Tag wieder das Andere. Es ist auch total schön, das machen zu können und so frei zu sein.

Mit "Wo bleiben die Beschwerden?" hast du ein sehr ehrliches, offenes Lied über deine Meinung zur aktuellen Situation in Deutschland/Europa geschrieben und Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind. Zudem hast du auch Ereignisse aus der Vergangenheit angesprochen – wie den Mord an Oury Jalloh. Textlich geht das ja schon eher in Richtung Irie Révoltés. Wie ist das entstanden? Wie waren denn die Reaktionen auf das Lied? Gab es auch Negatives?

ENNO: Entstanden ist es, weil ich einen Artikel auf Zeit Online gelesen habe. Ich habe schon oft was über Oury Jalloh gehört, habe mich aber nie mit dem Fall auseinandergesetzt. Das war über einen ehemaligen, pensionierten Brandgutachter, der den Polizeibericht widerlegt und sagt, dass es Mord gewesen sein muss. Er kann sich nicht selbst angezündet haben, auch von den Brandspuren her ergibt das alles gar keinen Sinn. Über diesen Fall bin ich auf weitere Fälle kritischer und rechter Beweisaufnahme aufmerksam geworden und auf die vielen Morde, die seit den Neunziger Jahren in Deutschland passiert sind. Ich habe das auf die Zeitspanne beschränkt, in der ich lebe und was sich in meiner Zeit abgespielt hat. Ich habe mir auch gedacht, warum es in der Popkultur noch nicht wirklich Material dazu gibt und warum es keinen beschäftigt. Auch aus meiner Zunft. Es gibt viele Punkbands und Hip-Hopper, die das thematisieren, aber es gibt wenige Songwriter, die politisch sind. Es gibt natürlich Konstantin Wecker und ältere Leute, aber es gibt viel weniger junge Leute, die politisch sind. Das soll jetzt kein Vorwurf sein. Ich habe dann nur gedacht, wenn ich was verändern will, dann muss ich es bei mir selbst tun.

Dann habe ich den Song gemacht. Da habe ich wirklich sehr lange dran geschrieben. Ich hatte dann so eine "Tatort-Wand", also alle möglichen Zeitungsartikel ausgedruckt und Fakten nebeneinander geheftet. Daraus habe ich eine Collage gebaut, die ein wenig zusammenfassen soll und womit man sich ein ziemlich gutes Bild machen kann, was in letzter Zeit an krassen Fällen passiert ist. Wir sind eben auch mitverantwortlich, wenn wir wegschauen und andere Dinge deswegen mehr thematisiert werden, wenn uns andere Dinge mehr bewegen als das. Die Reaktion war sehr positiv. Es waren viele Leute überrascht, dass ich jetzt so politisch bin und mich so äußere und positioniere. Es gab tatsächlich auch sehr bewegende Nachrichten von Opfern mit Migrationshintergrund, die mir erzählt haben, wie sie als Kinder auf der Straße verfolgt wurden und gerade noch von Nachbarn gerettet wurden. Ein Fall aus Dortmund wurde mir da beschrieben, der mich sehr bewegt hat. Wir können uns aussuchen, ob wir politisch sind oder nicht. Aber wir haben eine weiße Hautfarbe und es gibt Menschen, die haben das eben nicht und werden einfach nur verfolgt, weil sie ein bisschen anders aussehen. Sie werden diskriminiert und als schlechtere Menschen angesehen. Warum passiert so etwas? Warum gibt es Parteien, die so etwas auch noch populär machen und verbreiten und dann einfach sagen, die haben nichts mit unserer Kultur gemein oder sind schlechtere Menschen deswegen? Das finde ich einfach ganz furchtbar und hat mit Integration einfach überhaupt nichts zu tun.

Das ist eine Frage, die man sich stellen muss: Will man Parallelgesellschaften? Dann wählt die FPÖ! Oder will man das Beste daraus machen, mit dem Material aus Menschen, das da zusammenkommt? Eigentlich will jeder Mensch nur eine gute Zeit haben. Was wollen wir denn noch? Da kann man auch zusammenstehen und sagen: "Das kriegen wir jetzt hin." Wo sind unsere Gemeinsamkeiten und wo können wir uns gegenseitig helfen? Darum dieses Lied. Natürlich gab es auch negative Kommentare, ich weiß aber nicht, ob das Leute waren, die mich vorher gehört haben. Ich glaube es nicht, sondern eher Leute, die über Hashtags darauf aufmerksam geworden sind und angefangen haben, loszuhaten. Ich habe auch ein paar Mails bekommen – auch Drohungen – und bei YouTube gibt es ganz witzige Kommentare. Zum Beispiel schreibt da jemand: "Ja ey, geiler Song, super Text, aber dass du für Flüchtlinge bist – verpiss dich!" (lacht). Da denke ich mir auch, du hast ja überhaupt nix verstanden. Also scheinbar findet er handwerklich gesehen den Text ganz gut, aber ... (lacht wieder) ... so richtig dumm einfach.

Das ist ja eigentlich ein Widerspruch in sich.

ENNO: Ja klar (lacht)! Aber naja, was soll man machen? Ich habe mir einfach überlegt, was ich tun kann. Zum einen ist es natürlich schwierig, von der Musik zu leben. Vor zehn oder zwanzig Jahren wäre es mir mit meinem Bekanntheitsgrad wesentlich besser gegangen. Zum anderen habe ich aber noch einen Teil übrig und kann die Erlöse, die bei dem Song zusammenkommen, spenden und abgeben, damit Leute, die da viel bedürftiger sind, etwas Besseres daraus machen als ich. Dann muss ich halt weniger Platten kaufen. Deswegen wollte ich auch noch ein paar Benefizkonzerte machen. Es gibt auch schon Ideen, was wir da tun können. Wir wollen die Erlöse an Pro Asyl spenden. Privat bin ich auch bereit, etwas zu tun. In letzter Zeit fehlt mir ein wenig die Zeit, aber nach der Tour wird es ruhiger und dann werde ich da auch mehr machen können.

Wenn du live spielst, war das bei den bisherigen Konzerten immer eine ziemlich lustige Angelegenheit mit vielen Anekdoten. Wie hat sich das entwickelt? Hattest du schon immer ein Händchen für Unterhaltung oder warst in der Schule der Klassenkasperl?

ENNO (lacht): Ja, das war ich tatsächlich. Ich habe eigentlich immer Quatsch gemacht. Auch in den Schularbeiten habe ich immer versucht, einen Witz einzubauen. Ich wollte mich nicht damit abfinden, in der Öde des Pragmatismus und mit dem Mindestmaß an Qualität. Wenn ich keine Ahnung hatte, wollte ich zumindest etwas Lustiges schreiben oder ein blödes Bild reinmalen. Ein Lehrer hat schließlich auch das Recht, ein bisschen unterhalten zu werden. Auch wenn der Schüler so schlecht ist, immer nur faul ist, Musik macht und keine Lust hat, sich mit Molekularbiologie auseinanderzusetzen. Deswegen hab ich in einer Mathearbeit auch mal ein Gedicht geschrieben, wenn ich keine Ahnung hatte. Dann habe ich mir gedacht: "Hey, sie haben gesagt, dass mündlich 60 % zählt und ich bin mündlich bei 2 Punkten.* Wenn ich schriftlich bei 0 lande müsste ich ja trotzdem noch 1 Punkt kriegen, ist das korrekt?" (lacht). Dann habe ich noch ein Gedicht dazu geschrieben und dadurch habe ich dann trotzdem mein Abi bekommen, mit meiner finalen Mathearbeit. Auch was Unterhaltung betrifft: Wenn man traurige Musik macht – so wie ich, dann wird man schon melancholisch und nachdenklich, aber es muss nicht eindimensional werden. In großer Kunst schwingt ja alles mit. Eine Liebe zu etwas ist nie reines C-Dur, sondern hat auch Nebentöne. Etwas Schrilles schwingt da immer mit und muss auch gebrochen werden.

* In Deutschland wird in der Oberstufe anstatt der Noten 1-6 ein Punktesystem eingeführt. 15 Punkte entsprechen einem Notenwert von 1+, 0 Punkte sind eine glatte 6, in Österreich also eine 5.

Wie kommt es eigentlich, dass du noch nie auf den ganz großen Festivals im deutschsprachigen Raum gespielt hast? Ist das für dich nicht so erstrebenswert oder hat man dich einfach noch nie gefragt? Weil das Hurricane liegt zum Beispiel genau zwischen Hamburg und Leer.

ENNO: Es gibt manchmal Anfragen, aber von den ganz großen Festivals gab es bislang noch keine. Ich weiß auch nicht warum. In diesem Jahr geht das aber ein bisschen los. Dass wir auf dem Dockville spielen, hat mich sehr gefreut. Die anderen hatten mich wohl einfach auch nicht so auf dem Schirm, weil ich auch nicht im Radio gespielt werde, weil die sagen, die Musik ist zu komplex. Ich war früher mal auf dem Berlin Festival. Da habe ich mittags um 12 Uhr zum Einlass auf der Hauptbühne gespielt. Leider war am Abend vorher – im Jahr der Love Parade, deswegen gab es da dann Sicherheitsbedenken – eine Massenpanik, weil der Raum zu klein war. Das war sehr schlimm und der Abend wurde abgesagt. Meine Spielzeit wurde dann von 14 Uhr auf 12 Uhr verschoben. Ich habe zehn Minuten vor Einlass gespielt, während auf diesem riesigen Gelände – am Abend vorher haben da, glaube ich, die Editors vor 15.000 Leuten gespielt – dann zwei Leute auf so einem Einraster waren und zwei Mädels, die auf dem Boden saßen. Aber das ist dann einfach so. Es ist auch nicht schlimm, weil ich spiele einfach für mein Leben gern 100 Konzerte im Jahr vor 50 Leuten. Im Moment sind es sogar mehr, der Durchschnitt liegt so bei 200 bis 300 Menschen und das ist schön.

Du warst früher mal Barpianist. Wie kommt man denn dazu?

ENNO: Als Barpianist spielt man nicht immer öffentlich. Man spielt auch einfach bei Hochzeiten, Firmenfeiern oder der Eröffnung eines Autohauses. Da habe ich sehr viel gespielt, bei solchen Veranstaltungen. Allerdings war ich da noch ein Teenager und zwischen 13 und 18 Jahre alt, als ich das gemacht habe. Das liegt auch daran, dass es in Ostfriesland in dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, nicht viele Leute gibt, die Musik machen. Es war ein Geschenk für mich, das machen zu dürfen, und ich habe mir auch recht schnell ein Programm draufgeschafft. Ich habe auch sehr viel daraus gelernt und mich früh mit Popmusik auseinandergesetzt. Ich habe alles auseinandergenommen und nachgespielt. Es ist natürlich toll, wenn man sich während der Schulzeit mit seiner Lieblingsbeschäftigung ein schönes Taschengeld dazu verdienen kann. Dann habe ich noch meine Organistenausbildung gemacht, das war eine tolle Jugend. Leute, wenn ihr Kinder kriegt, setzt die mal ans Klavier, wird lukrativ. Vielleicht (lacht).

Alles klar! Vielen Dank für das Interview!

Jan Wälder


studiert eigentlich Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, belegt aber gerne auch den ein oder anderen Skandinavistik-Kurs.

 

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