BÜCHERBÖRSE

Hoch springen und laut singen mit den Killerpilzen

Die Killerpilze rockten das B72 (c) Simon Lohmeyer
Die Killerpilze rockten das B72

Am 16. April 2016 kamen nach langer Zeit die Killerpilze mal wieder nach Wien. Genauer gesagt spielten sie im ausverkauften B72 und präsentierten dort ihr neuestes und sechstes Studioalbum "High", das am 18. März 2016 veröffentlicht wurde.

Den Abend eröffneten die Locals FAMP. Die Vorband kam so gut an, dass die Jungs aus Wien sogar eine Zugabe spielten.

Nach einem kurzen Intro kamen dann die drei Münchner Killerpilze-Jungs, bestehend aus Frontmann, Bassist und Texter Johannes Halbig, seinem Bruder Fabian am Schlagzeug und Gitarrist und Sänger Maximilian Schlichter, auf die kleine Bühne des Clubs. Als erste Livenummer gab die Band den Song "H.E.A.R.T." vom neuen Album zum Besten. Im Anschluss folgte ein Set aus alten Songs, wie zum Beispiel "Die Stadt klingt immer noch nach uns", "Drei" oder ihrer Durchbruch-Single "Richtig Scheiße (auf ‘ne schöne Art und Weise)" aus dem Jahr 2006 und neuen Liedern der aktuellen Platte. Ruhigere und melancholische Momente gab es beim Konzert auch, beispielsweise bei den Stücken "High mit dir" oder "Sonneschneesonne". Die Jungs kommen mit ihrer handgemachten Punk-Rock-Pop-Musik gemischt mit ihrer bodenständigen und äußerst sympathischen Art bei ihren Fans seit Jahren an. Das wurde auch beim Konzert sehr deutlich, als sich Sänger Johannes mit den Worten "Wir kommen schon ein paar Jahre nach Wien hier ins B72, aber so voll war es noch nie" beim Wiener Publikum bedankte. Spaß und gute Laune waren definitiv die Leitmotive des Abends. Die schweißtreibende Party bediente alle relevanten Konzert-Punkte: Stagediving von Sänger Jo, eine La-Ola-Welle und Chorgesänge vom Publikum, Klamotten, die durch die Luft flogen und vor allem das Springen und Singen, wie zum alten Krachersong "Springt hoch" unterhielten Band und Konzertbesucher.

Nach zwei (!!!) Stunden beendeten die Killerpilze dann ihre energiegeladene Show. Vom Teenie-Image ist nicht mehr wirklich viel übrig geblieben. Allein schon aus dem Grund, da die Bandmitglieder älter, erwachsener und reifer geworden sind. Das merkte man beim Konzert und vor allem auch an ihrer Musik. An dem Abend standen drei Profis auf der Bühne, die es gewohnt sind, live zu spielen und von denen andere Künstler bzw. Bands noch einiges lernen können.

Michael Haller

Musikredakteur

michael.haller@unimag.at

Instagram: michaelhllr

bei UNIMAG seit Oktober 2013

 

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