BÜCHERBÖRSE

Adam Green schwebte als Aladdin durchs Flex

Adam Green in seiner Rolle als Aladdin live im Wiener Flex © Petra Püngüntzky
Adam Green in seiner Rolle als Aladdin live im Wiener Flex

Adam Green liebt das Wiener Flex, "weil es nicht einmal eine richtige Adresse hat". Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass der Künstler am Mittwochabend ebendiesen Ort auswählte, um dort sein neuntes Studioalbum "Aladdin" vorzustellen und die Österreich-Premiere des gleichnamigen Films zu feiern.

Mit Fez und Rüschenhemd bekleidet erschien Adam Green pünktlich um 20 Uhr im Zuschauerbereich der Venue, um den Anwesenden viel Spaß bei der Premiere seines zweiten Spielfilms zu wünschen. Es handelte sich dabei um eine Neuinterpretation von Aladdin – gespielt in der modernen Zeit mit viel Sex, Drogen und den wildesten Absurditäten, die aber hie und da sogar ein bisschen Gesellschaftskritik durchblicken ließen. Auch wenn der Film kein Meisterwerk ist und mit 80 Minuten so seine Längen hat, sorgten die witzigen Dialoge im Publikum für den ein oder anderen Lacher. Der Aufwand, der alleine hinter der eigens angefertigten Pappmaché-Kulisse steckte, wurde mit kräftigem Applaus anerkannt.

Kaum hatte der Abspann auf der Leinwand begonnen, drängten viele junge Fans bereits in Richtung Bühne. Denn es folgte noch der zweite Teil des Abends: ein Konzert mit Adam Green und seiner Begleitband Coming Soon aus Frankreich. Anstatt die Songs seines aktuellen Albums "Aladdin" live zum Besten zu geben, die als Soundtrack für seinen gleichnamigen Film fungierten, spielte er lieber ein Best-Of seiner Klassiker: Neben Fixpunkten auf der Setlist wie "Gemstones", "Emily", "Drugs", "Friends Of Mine" und "Dance With Me" erfüllte der Künstler auch Musikwünsche ("Mozzarella Swastikas", "No Legs", "What A Waster").

Nach gefühlt jedem dritten Song warf sich Adam Green ins Publikum und schwebte in seiner Rolle als Aladdin ganz ohne seinen fliegenden Teppich über der Menschenmenge. Er hatte sichtlich Spaß und auch seine Fans schienen zumindest an diesem Abend keinen Wunsch mehr an Dschinni (bzw. Mustafa) in der Wunderlampe zu haben.

Bilder: © Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook