BÜCHERBÖRSE

Muse lieferten in Wien ein audiovisuelles Spektakel

Muse live in der Wiener Stadthalle © Petra Püngüntzky
Muse live in der Wiener Stadthalle

Am Montagabend stellten Muse wieder einmal unter Beweis, dass sie völlig zu Recht zu den besten Live-Bands der Welt gehören. Im Rahmen ihrer "Drones"-Welttournee machten die Briten Halt in der Wiener Stadthalle und lieferten auf einer riesigen 360°-Bühne eine audiovisuelle Show der Extraklasse ab.

Um ihr siebtes Studioalbum "Drones" live zu präsentieren, ließen sich Muse etwas ganz Besonderes einfallen: In der Mitte der Stadthalle wurde eine sich drehende 360°-Rundbühne aufgebaut, von der aus zwei Stege zu weiteren Plattformen führten, die Frontmann Matt Bellamy und Bassist Christopher Wolstenholme noch mehr Raum zum Austoben boten. Auf diese Weise hatte das Publikum sowohl auf den Rängen als auch im Stehplatzbereich viel bessere Sicht auf das gesamte Geschehen, was gerade bei einem Live-Spektakel wie diesem, das in besonderem Maße mit Licht- und Bildeffekten arbeitet, wichtig erschien.

Denn mit der außergewöhnlichen Bühne war es noch lange nicht getan: Bei einigen Songs (unter anderem "Supermassive Black Hole") schwebten Drohnen in Kugelform durch die Halle, die durch eindrucksvolle Videoprojektionen ergänzt wurden. Die Musik von Muse lebt von ebendiesen bombastischen und innovativen Live-Shows. Sie täuschen gut darüber hinweg, dass die Songs ohne all den Schnickschnack nach kürzester Zeit eintönig klingen und somit relativ schnell an Intensität verlieren. Außerdem wirkte die Band sowohl untereinander als auch dem Publikum gegenüber distanziert, was sich gerade dann bemerkbar machte, als die visuellen Effekte bei manchen Nummern reduziert und die Instrumente und Matt Bellamys Stimme stärker in den Fokus gerückt wurden.

Glücklicherweise konnten Muse dann aber doch mit einem gigantischen Hit-Feuerwerk punkten und ein beeindruckendes, audiovisuelles Gesamtkunstwerk präsentieren, das über die Schwächen ihrer Performance hinwegsehen ließ.

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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