BÜCHERBÖRSE

Porches feierte intimes Debüt im Wiener Fluc

Porches live im Fluc © Petra Püngüntzky
Porches live im Fluc

Vergangenen Sonntag stellte Aaron Maine alias Porches seinen aktuellen Longplayer "Pool" erstmals in Österreich vor. Dass der New Yorker hierzulande noch als Geheimtipp gilt, machte sich an der geringen Besucherzahl bemerkbar, die sich an diesem Abend im Wiener Fluc einfand. Der Stimmung tat dieser Umstand aber keinen Abbruch.

Während sich das Erstlingswerk von Porches "Slow Dance In The Cosmos" noch klassischem Indie-Gitarren-Pop verschrieb, wagte sich Aaron Maine samt Band auf "Pool" an verstärkt synthie-basierte, melancholische Popmelodien heran, die eine 80er-Jahre-Atmosphäre aufkommen lassen und eine Art Traumwelt erschaffen, in der man sich für einige Zeit treiben lassen kann. Auch live kam der stilistische Unterschied der beiden Alben stark zur Geltung.

Die rund 20 bis 30 Zuhörer im Fluc schienen an dieser Mischung großen Gefallen zu finden. Obwohl österreichische Konzertbesucher ja eigentlich für ihre Zurückhaltung bekannt sind, wurde in der ersten Reihe getanzt, als gäbe es kein Morgen mehr. Maine gefiel die Hingabe des Wiener Publikums so sehr, dass er in einer etwas wirren Ansage allen Anwesenden gratis Eintritt für seine zukünftigen Shows anbot. Auch sonst fielen die Zwischenmeldungen des Sängers etwas schräg aus. Aber immerhin wissen wir jetzt, dass die Band an diesem Tag Spaghetti Bolognese zum Frühstück hatte und es zu Mittag Fleisch mit Gemüse gab. So dürfen wir uns das spannende Leben eines Musikers also vorstellen.

Bilder: © Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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