TRAINEEPROGRAMME

Heisskalt – Vom Wissen und Wollen

Heisskalt: Neues Album "Vom Wissen und Wollen" ab dem 10. Juni 2016 © Sony Music
Heisskalt: Neues Album "Vom Wissen und Wollen" ab dem 10. Juni 2016

Heute erscheint die neue Platte der Band Heisskalt. Sie trägt den Titel "Vom Wissen und Wollen" und ist das zweite Studioalbum der vier Jungs aus Stuttgart. Zwei Jahre hat es gedauert, bis Mathias Bloech (Gesang/Gitarre), Philipp Koch (Gitarre), Lucas Mayer (Bass) und Marius Bornmann (Schlagzeug) ihr Nachfolgewerk zu "Vom Stehen und Fallen" veröffentlichen. Die neuen Songs wurden schon bei einigen Konzerten und Festivals live präsentiert und machten schon große Vorfreude auf das, was noch kommen wird. Ab 10. Juni steht das Album dann auch in den Plattenläden und die Songs können auch endlich als Studioversionen gehört werden.

Los geht der Longplayer von insgesamt zwölf Tracks mit den Lied "Euphoria". "Uns sind die Spuren der letzten Nächte schlecht mit Schminke ins Gesicht gemalt" schreit Mathias ab der ersten Sekunde den Hörern entgegen. Unterstützt von schnellem Schlagzeugsound bricht die erste Strophe zum Refrain hin unter der hallenden und gleichzeitig dumpf klingenden Stimme von Mathias ein, der in dem Lied vom Nicht-Funktionieren und einer Art Zerrissenheit singt. "Euphoria" war übrigens die Vorab-Single des Albums und dessen Textzeile "Vom Wissen und Wollen" sein Namensgeber. Seit 11. März 2016 ist die Single erhältlich und macht auch als Musikvideo einiges her.

Weiter geht das Album mit dem Song "Absorber", der ebenfalls vorab als Video veröffentlicht wurde. Weitere Herzstücke der Platte sind "Nacht ein" und "Trauriger Macht". Die klare und gleichzeitig gefühlvolle Stimme von Mathias gepaart mit dem hereinstürzendem Klanggewitter machen den Song "Nacht ein" zu etwas sehr Düsteren – aber auf eine gute Art und Weise. Das Lied "Trauriger Macht" beginnt zunächst mit ruhigeren Klängen und bricht zum Ende hin in ein episches Soundspektakel aus.

"Apnoe" erinnert etwas an den Song "Dezemberluft" aus dem Jahr 2013 von ihrer EP "Mit Liebe gebraut". Das Stück beschreibt auf eine ruhige und nachdenkliche Weise eine Verlorenheit von zwei Menschen, die bei den Worten "Und das Wasser spiegelt den Himmel. Und der Himmel spiegelt das Meer. Und irgendwo dazwischen treiben wir umher" auf den Punkt gebracht wird. Der Song "Doch" überrascht schließlich mit punkigen Soundfragmenten gemixt mit einigen Hardcore-Elementen, wird stellenweise doch wieder durch leisere Momente entwaffnet und zeigt damit auch sein ruhigeres Gesicht.

Die Nummer "Nichts weg" geht im Kosmos der anderen starken Tracks etwas unter, so auch "Lied über Nichts", wobei bei diesem Song der Text noch etwas mehr heraussticht. "Tanz, Tanz" hält hingegen, was der Name verspricht. Der starke Refrain mit seinen stampfenden Beats und krachenden Gitarren lädt zum Tanzen beziehungsweise zum Ausrasten ein: "Tanz, tanz, als wär alles egal" – liebend gern! Der Longplayer endet mit dem Lied "Papierlunge", das mit einem Sprachsample einer englischen Rede eingeleitet wird. Ansonsten lässt der Song das Album ruhig ausklingen und hüllt das Ganze nochmal in ein abschließendes Soundgewand aus Mathias' durchdringender Stimme und kratzigen Gitarrenriffs.

Die vier Jungs können mit "Vom Wissen und Wollen" definitiv an ihr Debütalbum ansetzen. Der gewohnt energische und dunkle Heisskalt-Sound mit einer großen Portion Intensität und Gefühl schlagt auch auf diesem Album wieder hohe Wellen. So hörenswert das Album auch ist, ist die Band auf der Bühne noch um einiges besser. Wann und wo Heisskalt demnächst live zu sehen sind, könnt ihr hier in unserem Interview nachlesen, bei dem wir mit den Jungs über ihr Album und das Tourleben gesprochen haben.

HEISSKALT – "VOM WISSEN UND WOLLEN"
UNIMAG-Rating: 3,5 von 5 Punkten
Genre: Post-Hardcore/Alternative
Label: Department Musik (Sony Music)
VÖ: 10. Juni 2016

Album-Tracklist

1. Euphoria
2. Absorber
3. Nacht ein
4. Angst hab
5. Apnoe
6. Trauriger Macht
7. Von allem
8. Doch
9. Nichts weh
10. Lied über Nichts
11. Tanz, Tanz
12. Papierlunge

Michael Haller

Musikredakteur

michael.haller@unimag.at

Instagram: michaelhllr

bei UNIMAG seit Oktober 2013

 

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