BÜCHERBÖRSE

Mac DeMarco im WUK: Fuck yeah, war das heiß!

Mac DeMarco live im WUK © Petra Püngüntzky
Mac DeMarco live im WUK

Der 26-jährige Kanadier Mac DeMarco feierte vergangenen Samstagabend sein Österreich-Debüt und sorgte mit Unterstützung seiner Band für ein paar sehr heiße Stunden im ausverkauften Wiener WUK.

"Mac DeMarco. Peace & Sold Out" hieß es bereits knapp einen Monat vor dem Konzerttermin in der Facebook-Veranstaltung. Während für viele die Suche nach einem der begehrten Karten vergebens blieb, pilgerten die glücklichen Ticketbesitzer am Samstagabend in Scharen ins WUK. Ähnlich wie Mac DeMarco selbst hätten einige mit ihren Outfits und Baseball Caps direkt aus den 80er-Jahren entsprungen sein können.

Schon beim Betreten der Halle war eines klar: Das wird noch sehr kuschelig warm werden. Und wir sollten Recht behalten. Als der sympathische Kanadier kurz nach 21 Uhr auf die Bühne kam, tropfte bereits der Schweiß von der Decke. Seine Bandkollegen machten es richtig, die machten sich nämlich erst gar nicht die Mühe, überhaupt T-Shirts anzuziehen.

Das Publikum zeigte sich bei jedem einzelnen Song textsicher, was Mac DeMarco mit seinem spitzbübischen Lachen zur Kenntnis nahm. Generell schien es so, als würde er lieber seine Musik für ihn sprechen lassen. Während der Musiker sich also zwischen den Nummern darauf konzentrierte, seine Gitarre neu zu stimmen, übernahmen seine Bandkollegen, die jeweils mit einem kleinen Ständchen namentlich vorgestellt wurden, die Belustigung des Publikums – und zwar mit großem Erfolg. "FUCK YEAH" und "FUCK NO" wurden binnen kürzester Zeit zum Running Gag der Show. Die Stimmung war ausgelassen und die Fans ließen sich auf jeden noch so komischen Schmäh ein, weil alles wahnsinnig ungekünstelt und authentisch rüberkam.

Als Zugabe wünschte sich ein Konzertbesucher "Blue Boy", was er dann auch in Form von "Enter Sandman" zu hören bekam und auf seinen Wunsch hin sogar auf die Bühne kommen durfte. Dort wirkte er anfangs zwar etwas unbeholfen, aber die Unsicherheit verflog mit jeder Schrei-Einlage mehr. Apropos schreien: So ein rundum gelungener Gig schreit förmlich nach einer baldigen Wiederholung.

Bilder: © Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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