BÜCHERBÖRSE

Out Of The Woods 2016 – Das war Tag 1

Two Door Cinema Club live am Out Of The Woods © Petra Püngüntzky
Two Door Cinema Club live am Out Of The Woods

Am vergangenen Wochenende feierte mit dem Out Of The Woods ein Festivalneuling im burgenländischen Wiesen seine Premiere. Das Festivalgelände erstrahlte in völlig neuem Glanz und mit Foodtrucks wurde auch auf kulinarischer Ebene für Abwechslung gesorgt. Eine weitere Neuerung stellte das Wiesen Village dar, das Sitzgelegenheiten zum Abschalten, verschiedene Workshops zum Mitmachen und Designmärkte zum Bummeln bot. Musikalisch ließ der Freitag mit vielen altbekannten Gesichtern und der ein oder anderen Neuentdeckung so einige Indie-Herzen höher schlagen.

Die Hauptbühne des Out Of The Woods 2016 wurde bereits am frühen Nachmittag mit zwei österreichischen Bands – den Purple Souls und The Beth Edges – eingeläutet. Mit dem Elektro-Pop Duo Mynth waren auch auf der Second Stage heimische Klänge zu hören.

Ein Tag mit vielen Highlights

Das erste Highlight erwartete uns mit dem Auftritt von RY X. Auf YouTube wird sein Sound mit den Worten "Bon Iver's and James Vincent McMorrow's secret love child" beschrieben – besser könnten wir es selbst gar nicht ausdrücken. Der Australier wusste die Menge trotz vorwiegend ruhiger Töne in den Bann zu ziehen. Währenddessen sorgte das anglo-französische Duo Postaal auf der zweiten Bühne für unpassend frühe Nachtclub-Musik.

Zurück auf der Hauptbühne machte sich das deutsche Duo Boy für seinen Auftritt bereit. Die beiden Musikerinnen wussten die Herzen des Publikums nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer sympathischen Ausstrahlung zu erobern. Besonders gute Stimmung herrschte natürlich bei ihrem Hit "Little Numbers".

Nachdem sich der Gig von Maximo Park aufgrund eines verspäteten Fluges um 20 Minuten verzögerte, nutzten wir die Zeit, um Cigarettes After Sex auf der kleinen Bühne zu lauschen. Wir haben dort unsere Herzen an die sanfte Stimme von Sänger Greg Gonzalez verloren. Nur gut, dass die Band am kommenden Sonntag im B72 auftreten wird, da können wir uns diese hoffentlich zurückholen. Maximo Park waren im Anschluss eh ganz nett, aber diese aufpolierte Show und die übertriebenen Gesten von Sänger Paul Smith wollten uns dann doch nicht so ganz mitreißen.

Mit der Kultband Tocotronic waren altbekannte Gesichter am Start, die bereits seit vielen Jahren auch in Österreich eine bedeutende Fanbase aufgebaut haben. Das war auch am regen Andrang vor der Bühne zu erkennen. Wo Dirk von Lowtzow und Co. auftreten, sind die politischen Statements nicht weit. So war beispielsweise ihr Song "Hi Freaks" die Antwort auf einen kleinen Rant über Norbert Hofer und Heinz-Christian Strache.

Grande Finale

Auf der zweiten Bühne wurde mit Friska Viljor das Finale des ersten Festivaltages eingeläutet. Die schwedischen Frohnaturen gaben sich schon beim Soundcheck bestens gelaunt. Kein Wunder also, dass auch ihr tatsächlicher Auftritt die zahlreichen Fans in der kleinen Halle mit einem breiten Grinsen zurückließ. Die intime Atmosphäre spielte der Band dabei sicherlich zusätzlich in die Hände.

Als Headliner der Hauptbühne fungierten Two Door Cinema Club. Obwohl wir schon einmal das Vergnügen hatten, die britische Indie-Band live zu sehen, konnten wir uns im Vorfeld beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie eine Show abliefern würden, die der eines Hauptacts würdig wäre. Wir wurden relativ rasch eines Besseren belehrt. Zu später Stunde packte noch einmal jeder im Publikum seine Tanzschuhe aus und gab sich nicht nur Hits wie "Undercover Martyn", "What You Know", "I Can Talk" oder "Something Good Can Work" hin, sondern auch brandneuen Songs ihres im Herbst erscheinenden Albums.

Ob Tag 2 das toppen kann?

Bilder: © Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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