TRAINEEPROGRAMME

Die mit dem Elfen-Teint & feuerrotem Haar

  • geschrieben von Lukas Fischnaller
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Paul Epworth produzierte das Album c Universal MusicDie Rede ist natürlich von „Florence and the machine“. Spätestens seit ‚You’ve Got The Love‘ summt die 25-jährige Londoner Singer-Songwriterin Florence Welch und ihre Band The Machine, die aus wechselnden Bandmitgliedern und Sessionsmusikern besteht, in unseren Ohren.

 

Bekannt wurde die Band durch Auftritte bei der TV-Show „BBC Introducing“ und als Vorband von MGMT und Blur. Noch vor Veröffentlichung ihres Debütalbums „Lungs“ wurde ihnen im Februar 2009 der „Critics Choice Brit Award“ verliehen.

 

Die kolossale Stimme in einem Mix von Soul, Blues & Folk sind das Markenzeichen von Mastermind Florence; die pompöse Instrumentierung mit Harfe, Streichern, Gitarren, Klavier, Percussion und Drums jenes der Band.

 

Die aktuelle Platte „Ceremonials“ wurde in den legendären Londoner Abbey Road Studios von keinem Geringeren als Paul Epworth produziert. Bereits der erste Song bringt die Stimmgewalt von Florence auf den Punkt. Bei ‚Only If For A Night‘ wird nicht lange gefackelt: Nach bedächtigem Einstieg folgt ein Mix aus verhallter Stimme und donnerndem Orchester. Auch bei ‚Shake It Out‘ zuckt das Tanzbein. Die düsteren Harfenklänge bei ‚What The Water Gave Me‘ versetzen in Trance; balladengetränkte Klänge bei ‚Never Let Me Go‘ verleiten zum Träumen, in ‚No Light, No Light‘ gibt’s hymnische Schlachtrufe. ‚Seven Devils‘ wird dem Albumtitel mehr als gerecht und zeigt sich in einer zeremoniellen Stimmung, die mit schwerem Klavier und sakralem Chor überzeugt. Der mit Drums durchzogene Titel ‚Heartlines‘ bringt freudige Schwingungen. Die Platte schließt erhaben mit einem starken Gospel-Chor in ‚Leave My Body‘.

 

Florence And The Machine - Lungs c Tom Beard

 

Nach rund 56 Minuten Musikgenuss fühlt man sich gefangen in einer von Florence gezeichneten exzentrischen Melancholie-Welt. Das Album strotzt von tiefer Emotion und strahlt epische Popmusik in seiner erhabensten Form aus – „Ceremonials“ ist ganz großes Kino, das seinem bemerkenswerten Vorgänger in nichts nachsteht.

 

Total unterschätzt ist die Coverversion von Robert Palmer's ‚Addicted To Love‘ auf der UK Single von ‚You've Got the Love‘. Unbedingt anhören!

 

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