BÜCHERBÖRSE

ESC: Nathan Trent im Finale nur Außenseiter

ESC: Nathan Trent im Finale nur Außenseiter Foto: (c) TeerawatWinyarat | istock.com

Am Samstag findet in Kiew die 62. Ausgabe des Eurovision Song Contests statt. Der österreichische Kandidat Nathan Trent gilt im großen Finale allerdings als Außenseiter.

Es ist die wahrscheinlich glamouröseste europäische Großveranstaltung im ganzen Jahr: der Eurovision Song Contest. Den Wettbewerb, der dieses Jahr in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ausgetragen wird, verfolgen jedes Mal bis zu 200 Million Zuschauer gebannt vor ihren TV-Geräten. Für Österreich geht in diesem Jahr der 25-jährige Nathan Trent mit seinem Song „Running On Air“ an den Start. Er konnte sich am Donnerstagabend souverän für die Finalshow qualifizieren. Dort erwartet ihn allerdings eine starke Konkurrenz.

Hoffen auf die Punkte von den Nachbarn

Die Favoriten kommen in diesem Jahr aus Italien, Portugal und Bulgarien. Dem in Innsbruck geborenen Trent trauen Wettanbieter lediglich einen Platz im hinteren Mittelfeld zu. Nahezu sicher kann sich der Österreicher allerdings auf Punkte aus den Nachbarländern verlassen, wie eine Grafik von Interwetten zur Punkteverteilung der letzten zehn Jahre beweist. Demnach hieß es in der jüngeren Vergangenheit am häufigsten „Austria – 12 points“, wenn die Niederlande, Deutschland oder die Schweiz ihre Stimmen abgaben. Ihre eigenen Punkte verteilten die Österreicher mit Vorliebe an Schweden, Serbien und Deutschland. Wie schon im letzten Jahr werden die Ergebnisse der Fachjury und die der Zuschauerabstimmung übrigens wieder getrennt voneinander verkündet.

Achterbahnfahrt in den letzten zehn Jahren

Ein weiteres ungeschriebenes ESC-Gesetz lautet allmählich, dass Beiträge aus Österreich entweder phänomenal gut sind – oder erst gar kein Kandidat antritt. So verhielt es sich zumindest in den letzten zehn Jahren, von Langeweile also keine Spur. Unvergessen bleibt natürlich der Sieg von Conchita Wurst 2014 in Kopenhagen, als sie den Wettbewerb sensationell nach Wien holte. Im Vorfeld avancierte ihre Teilnahme beinahe zum Politikum, nach ihrem Auftritt konnte sie ihre schlimmsten Kritiker allerdings in die Schranken weisen.

Auf der anderen Seite gab es innerhalb der letzten zehn Jahre fünf Mal gar keinen Finalbeitrag aus Österreich. Beim Contest vor zwei Jahren schafften es The Makemakes zudem als Erste den unrühmlichen Rekord aufzustellen, keinen einzigen Punkt im eigenen Land zu ergattern.

Die glänzenden 60er-Jahre

Richtet man den Blick noch weiter zurück, bleiben allen voran die 60er-Jahre in Erinnerung, als Udo Jürgens mit seinem Klassiker-Song „Merci Chérie“ zum ersten Mal den Wettbewerb für Österreich gewann. Im ewigen Gesamtklassement teilen sich die Österreicher mit zwei Siegen den zehnten Platz mit ihren Nachbarn Deutschland und Schweiz. Dass bei der 62. Ausgabe am Samstag ein weiterer Erfolg dazu kommt, bleibt jedoch unwahrscheinlich.

 

 

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