BÜCHERBÖRSE

Mac DeMarco will sein verdammtes Geld zurück!

Mac DeMarco live in der Wiener Arena © Petra Püngüntzky
Mac DeMarco live in der Wiener Arena

Der alte Hund Mac DeMarco war vergangenen Dienstagabend in der Bundeshauptstadt zu Gast und lockte mit seinem aktuellen Album "This Old Dog" die Hipster-Riege Wiens in die ausverkaufte Arena.

Wie auch schon bei seinem Wien-Debüt im Vorjahr war der Andrang auf Tickets für das Konzert von Mac DeMarco riesig. Kein Wunder, kaum ein Act wird in der Indie-Szene gerade so gefeiert wie er. Mit seiner lockeren Art gab sich der Kanadier auch am Dienstag wieder gewohnt bodenständig und wie der Junge von nebenan. Dafür lieben seine Fans ihn. Diese zeigten sich übrigens schon ab Beginn des Sets extrem textsicher – sowohl bei altbekannten Songs wie "Salad Days" oder "No Other Heart" als auch bei Nummern des neuen Albums "This Old Dog". Da hat jemand seine Hausaufgaben gemacht.

Was recht verhalten begann, nahm im Laufe des Abends immer mehr Fahrt auf. Was wäre auch ein Konzert von Mac DeMarco ohne kollektives Durchdrehen auf der Bühne? Richtig, unvorstellbar. Die Stimmung schaukelte sich so lange auf, bis Mac DeMarco irgendwann unaufhaltsam "I Want My Fucking Money Back" ins Mikrofon brüllte. Noch lustiger wurde es dann, als der Kanadier "Wonderwall" von Oasis anstimmte und Liam Gallagher verarschte – "What a fucking tune!". Natürlich stachelte er mit seinem Verhalten auch seine Bandkollegen auf, die irgendwann nur noch vor sich hin jammten, während Mac sich lachend auf den Boden legte und sich die Show aus einer anderen Perspektive ansah. Aber nur so lange, bis es mit den Coversongs losging: Angefangen bei "Butterfly" von Crazy Town, einem etwas umgedichteten "A Thousand Miles" von Vanessa Carlton, "Tequila" von The Champs, bis hin zu "Killing In The Name Of" von Rage Against The Machine und "Omen" von The Prodigy war alles dabei und brachte das Publikum kollektiv zum Ausflippen.

Eins können wir mit Sicherheit sagen: Seine Fans wollen ihr verdammtes Geld bestimmt nicht zurück. Denen war das rund zweistündige Konzert am Ende jeden Cent wert – und zwar zu Recht.

Bilder: © Petra Püngüntzky

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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